Streuobstbaumausgabe

Die Ausgabe von bezuschussten Obsthochstämmen, zur Förderung seltener Streuobstvogelarten, ist seit 2009 ein Erfolg.

 Streuobstbaumaugabe in Güttingen | Bild: Stadverwaltung Radolfzell

Immer mehr Streuobstwiesen entfallen aus der Bewirtschaftung, da sie für die Eigentümer nicht mehr rentabel sind. Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa, über 5.000 Tier- und Pflanzenarten können dort vorkommen. Dazu gehören zum Beispiel Vögel wie der Rotkopfwürger, Steinkauz, Wiedehopf, Wendehals, Grün- und Grauspecht. Aber auch andere Tiere, wie beispielsweise Fledermäuse, Garten- und Siebenschläfer und viele Insekten leben auf Streuobstwiesen. Durch den Erhalt und die Vergrößerung der lokalen Streuobstbestände  wird unter anderem eine Grundvoraussetzung dafür geschaffen, dass sich seltene Streuobstvogelarten langfristig wieder etablieren und ausbreiten. Durch die Neuanlage und die Ergänzung bestehender Streuobstwiesen wird außerdem ein Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft geleistet.

 

Um diesen wichtigen Teil der Kulturlandschaft zu erhalten, vermittelt die Stadt Radolfzell bereits seit 2009 Hochstammobstbäume an Radolfzeller Bürger und Streuobstwiesenbesitzer der Ortsteile. 2009 wurde die Streuobstbaumausgabe zum ersten Mal im Rahmen des Interreg-IV Projekt zur Förderung seltener Obstgartenvogelarten durchgeführt. Doch auch nach Auslaufen des Projektes 2012 wurde die Streuobstbaumausgabe weitergeführt.

 

Ausgegeben werden sowohl handelsübliche Sorten als auch regionale Raritäten. An einem Herbsttag werden die Bäume inklusive Pflanzzubehör gegen einen geringen Eigenanteil an die Bürger verteilt und hilfreiche Pflanz- und Schnitttipps gegeben. Seit 2009 wurden bereits knapp 1100 Hochstammobstbäume ausgegeben und gepflanzt. Die Aktion erhielt insgesamt eine durchweg positive Rückmeldung.

Kontakt

Constanze Baur | Landschaft und Gewässer - FÖJ
Fachbereich Stadtplanung und Baurecht
Schützenstraße 24| 78315 Radolfzell am Bodensee
 
constanze.baur@radolfzell.de
   
Tel. 07732 | 81-251 Mo - Fr |   8.00 - 12.00 Uhr 
Fax 07732 | 81-410  Do | 14.00 - 16.00 Uhr 
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