CO₂ Bilanz

Radolfzell treibt seine Energie- und Klimaschutzaktivitäten konsequent voran. Ein zentraler Baustein dabei ist die regelmäßig erstellte CO₂-Bilanz, die nun für das Jahr 2024 vorliegt. Sie zeigt insgesamt eine erfreuliche Entwicklung: Trotz eines leicht gestiegenen Endenergieverbrauchs konnten die Treibhausgasemissionen im Stadtgebiet weiter gesenkt werden.

Zielpfad zur Klimaneutralität in Radolfzell
© Stadtverwaltung Radolfzell

Energieverbrauch 2024 in Radolfzell

Im Jahr 2024 wurden in Radolfzell rund 501.400 MWh Energie verbraucht. Daraus resultierten etwa 158.300 Tonnen Treibhausgasemissionen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Endenergieverbrauch geringfügig um 2.852 MWh, gleichzeitig konnten die Emissionen jedoch um rund 1,75 Prozent reduziert werden. Damit sanken die Treibhausgasemissionen von 161.129 Tonnen im Jahr 2023 auf 158.315 Tonnen im Jahr 2024.

Ein wesentlicher Grund für diese positive Entwicklung ist der deutliche Ausbau der erneuerbaren Energien. Die installierte Photovoltaikleistung im Stadtgebiet wuchs innerhalb eines Jahres von rund 23.100 kWp auf 36.700 kWp. Dadurch erhöhte sich der Anteil erneuerbaren Stroms im Netz von 26 Prozent auf 30 Prozent. Auch im Wärmebereich gab es Fortschritte: Der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung stieg von 10 Prozent auf 12 Prozent. Gleichzeitig konnte der Heizölverbrauch reduziert werden, auch wenn der Erdgasverbrauch leicht zunahm.

Negativ wirkte sich hingegen der Verkehrssektor auf die Gesamtbilanz aus. Die Emissionen aus dem Verkehr sind gestiegen und verdeutlichen den Handlungsbedarf bei der Mobilitätswende. Ausschlaggebend für die CO₂-Bilanz ist hierbei vor allem die Antriebsart der Fahrzeuge. Ein wichtiger Schritt in Richtung klimafreundlicher Mobilität ist die bereits beschlossene Umstellung des Stadtbusverkehrs auf E-Mobilität bis zum Jahr 2028. Da derzeit keine regionalen Verkehrsdaten vorliegen, basieren die Berechnungen in diesem Bereich weiterhin auf statistischen Daten des Landes Baden-Württemberg.

Die CO₂-Bilanz 2024 wurde auf Grundlage der Basisdaten des statistischen Landesamts aus dem Jahr 2023 erstellt und mit aktuell verfügbaren Regionaldaten ergänzt. Die Berechnungen erfolgten mit dem standardisierten Tool BICO₂BW. Trotz bestehender Unsicherheiten erlaubt die Datengüte eine verlässliche Einschätzung der Entwicklungstendenzen. 

 Die nächsten Schritte im Klimaschutz sind die konsequente Umsetzung der bereits definierten Maßnahmen, die fortgesetzte Erfolgskontrolle im neuen Programm sowie die Erstellung eines jährlichen Fortschrittsberichts. Sobald die erforderlichen Regionaldaten vorliegen, wird zudem die CO₂-Bilanz für das Jahr 2025 erstellt. 

Radolfzell bleibt damit auf einem engagierten Weg hin zu mehr Klimaschutz und einer nachhaltigen Energiezukunft. 

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