Kühn, Mona
Klimaschutzmanagerin
Der Ausbau der Photovoltaik ist ein zentraler Baustein für wirksamen Klimaschutz. Um die Erderwärmung zu begrenzen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu beenden, müssen Stromerzeugung und Energieversorgung konsequent auf erneuerbare Quellen umgestellt werden. Solarenergie spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie ist emissionsfrei, regional verfügbar und technologisch ausgereift. Jede zusätzlich installierte Photovoltaikanlage reduziert den Ausstoß von Treibhausgasen und bringt uns dem Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung ein Stück näher. Neben dem Klimaschutz gibt es weitere gute Gründe für eine energieautarke Versorgung. Eine unabhängige Energieerzeugung stärkt die regionale Wertschöpfung, schafft Planungssicherheit und schützt vor steigenden Energiepreisen auf den internationalen Märkten. Gleichzeitig erhöht sie die Versorgungssicherheit und macht die Kommune widerstandsfähiger gegenüber globalen Krisen und geopolitischen Unsicherheiten.
Um Radolfzell energieautark zu machen, wird eine installierte Leistung von rund 119 Megawatt (MW) benötigt. Diese sollen größtenteils durch den Ausbau der Photovoltaik realisiert werden. Dabei wird zunächst das vorhandene Potenzial auf bereits versiegelten Flächen genutzt – beispielsweise auf Dachflächen von Wohn- und Gewerbegebäuden, Parkplätzen oder anderen geeigneten Infrastrukturen. So kann erneuerbare Energie erzeugt werden, ohne zusätzliche Flächen in Anspruch zu nehmen.
Wenn das Potential auf versiegelten Flächen vollständig ausgeschöpft wird, werden voraussichtlich noch rund 40 MW zusätzliche Leistung erforderlich sein. Diese sollen durch Photovoltaikanlagen auf geeigneten Freiflächen bereitgestellt werden. Hier wird sorgfältig abgewogen, um Flächenkonkurrenzen zu minimieren und ökologische Belange zu berücksichtigen.
Um Radolfzell bis 2035 energieautark zu machen, müssen jährlich circa 8 MW zusätzliche Leistung ausgebaut werden. Dieses Ziel konnte in 2024 sogar übertroffen werden.
Klimaschutzmanagerin