Starkregen

Heftige Regenfälle in kurzer Zeit – sogenannter Starkregen – können überall zu Überflutungen führen. Da solche Wetterereignisse in ihrer Intensität und Häufigkeit zunehmen, gewinnt der Schutz vor den Folgen von Wassermassen immer mehr an Bedeutung.
Die Stadtverwaltung arbeitet kontinuierlich daran, das Risiko für Radolfzell zu bewerten und Schutzmaßnahmen für die öffentliche Infrastruktur umzusetzen. Starkregenmanagement ist jedoch eine Gemeinschaftsaufgabe: Ergänzend zu den kommunalen Maßnahmen spielt die Vorsorge auf privaten Grundstücken eine wichtige Rolle.

Starkregenmanagement in Radolfzell

Nach den schweren Starkregenereignissen im vergangenen August strebt die Stadtverwaltung Radolfzell vorbeugende Maßnahmen an, um die Sicherheit und Vorsorge in der gesamten Kernstadt zu verbessern. Um die komplexen Zusammenhänge der Entwässerung sowie die Fließwege des Wassers über die verschiedenen Stadtviertel hinweg verständlich darzustellen und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Lösungsansätze für den Umgang mit Starkregen zu erarbeiten, fanden im Mai Informationsveranstaltungen für alle Interessierten statt.

Die Präsentation zur Veranstaltung steht hier zum Download bereit.

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Beratungstermine

Beratungstermine zum Thema Starkregen sind jederzeit auf Anfrage per E-Mail an starkregen(at)radolfzell.de möglich.

Allgemeine Informationen

Hochwasser (Flusshochwasser): Entsteht durch ausufernde Gewässer wie beispielsweise den Bodensee nach langanhaltenden Regenfällen. Hier sind oft mehrtägige Vorwarnzeiten möglich.

Starkregen: Tritt plötzlich, lokal begrenzt und mit extremer Intensität  auf. Oft fallen über 100 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden. Im Gegensatz zu Hochwasser kann Starkregen praktisch überall auftreten, nicht nur in der Nähe von Gewässern. Die Vorwarnzeiten sind sehr kurz oder nicht vorhanden. 

Aufgrund lokaler geologischer Gegebenheiten ist Radolfzell bei Starkregen besonders gefordert.

Der Untergrund besteht in weiten Teilen aus schluffigem Ton und Lehm, was bedeutet:

  • Geringe Versickerung: Mit Durchlässigkeitsbeiwerten von nur 10^-7 bis 10^-9 m/s wirkt der Boden wie eine natürliche Versiegelung.
  • Laterales Schichtwasser: Regenwasser dringt nicht tief ein, sondern bewegt sich seitlich im Boden.
  • Drainage-Effekt: Unterirdische Leitungsgräben wie Kiesbettungen für Nahwärme oder Wasser wirken bei Starkregen wie Schwämme, die Wasser direkt in Baugruben leiten können.

Gesetzliche Pflicht zur Eigenvorsorge

Der Schutz vor Überflutungen ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Neben den Maßnahmen, die Kommunen zum Hochwasserschutz treffen, ist jede Person, die von Hochwasser betroffen sein kann,  gemäß Paragraph 5 Absatz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) verpflichtet, im Rahmen des Möglichen eigene Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Wichtige Schutzmaßnahmen:

  • Rückstausicherungen in die Abwasserleitungen einbauen
  • Gebäude anpassen: Kellerfenster sowie Eingänge zusätzlich abdichten, Aufkantungen an Lichtschächten anbringen, wichtige Technik wie Stromverteiler höher legen oder schützen und Sandsäcke bereithalten
  • Versicherungsschutz prüfen. Nur eine Elementarschadenversicherung bietet ausreichend Schutz.

Verhalten im Ernstfall

  • Rechtzeitig ausschalten: Strom, Haupthahn für Gas, elektrische Geräte sowie Heizungen in gefährdeten Bereichen
  • Niemals überflutete Keller oder Tiefgaragen betreten. Bereits wenige Zentimeter Wasser können Türen blockieren und eine Flucht verhindern.
  • Überflutete Straßen und Flächen meiden. Die Strömung kann Personen mitreißen. Autos droht ein Motorschaden.

Folgeschäden verhindern

  • Eletrische Geräte, Heizungen und Tankanlagen vor Inbetriebnahme prüfen
  • Schäden genau dokumentieren und umgehend an die Versicherung melden
  • Erreichte Wasserstände im und am Gebäude kennzeichnen
  • Stehendes Wasser nur etappenweise abpumpen
  • Betroffene Bereiche schnellstmöglich trocknen

Weiterführende Informationen

Starkregengefahrenkarte

Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg. 

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WarnWetter-App

Die Wetterapp des Deutschen Wetterdienstes.

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Notfall-, Informations- und Nachrichten-App (NINA)

Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz, kurz Warn-App NINA,  wichtige Warnmeldungen für unterschiedliche Gefahrenlagen erhalten.

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