Die Stadt Radolfzell hat 2023 in einem breit angelegten Prozess das Handlungsprogramm Wohnen erarbeitet, das das Thema Wohnen neu definiert. An diesem großen Beteiligungsprozess nahmen Bürgerinnen und Bürgern sowie auch lokale Akteure des Wohnungsbaus teil.
Das Ergebnis: Radolfzell wird neue Wege einschlagen. Der Wohnungsbau wird sozialer, er öffnet sich für neue Wohnkonzepte, es soll eine städtische Wohnbaugesellschaft gegründet werden.
Im Mai 2024 hat der Gemeinderat das Handlungsprogramm Wohnen nach intensiver Beratung einstimmig beschlossen.
Ein Hauptaugenmerk wird künftig auf die Innenentwicklung und Nachverdichtung der Stadt gelegt. Hier soll bezahlbarer Wohnraum vorrangig für Menschen im erwerbsfähigen Alter und für Familien geschaffen werden. Ein weiteres Ziel ist, bezahlbaren barrierearmen Wohnraum für die ältere Generation zu schaffen. Dort, wo neuer Wohnraum in der Stadt geschaffen wird, soll der Charakter der Wohnquartiere erhalten werden.
In der Vergangenheit sind städtische Grundstücke an den Meistbietenden verkauft worden. Zukünftige Grundstücksvergaben werden unter Beachtung sozialer Ziele wie Miethöhe, Wohnungsgröße, Barrierefreiheit wie auch Herkunft der neuen Nutzer als Konzeptvergaben erfolgen. Die Stadt unterstützt inklusives und gemeinschaftliches Wohnen. Um den Bestand an bezahlbaren Wohnungen in Radolfzell langfristig zu erhöhen, bereitet die Stadt den Bau von eigenen neuen Wohnungen vor. Das langfristige Ziel ist, eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft zu gründen und diese Grundstücke dort einzubringen.
Wie also wird sich Radolfzell in Zukunft entwickeln?
Radolfzell wendet sich von einer kapitalistischen Orientierung ab, es schlägt eine soziale Ausrichtung ein. Unsere Stadt wird dezent wachsen. Sie wird ihren Charme einer attraktiven Stadt am Untersee behalten. Der Wohnungsmarkt soll offen für Familien und alle Generationen gestaltet werden.