Ortsverwaltung Böhringen
Böhringen
Rathausstraße 3
Rund 4.300 Einwohner leben in dem Ortsteil westlich von Radolfzell, der verkehrsgünstig an die A81 und an die Bahnstrecke Offenburg-Radolfzell-Konstanz angeschlossen ist. Alljährlich freuen sie sich über die Rückkehr der Störche in die zahlreichen Horste auf Böhringens Dächern. Weite Wiesen, Riedflächen und lichter Mischwald umgeben den Ort, der auch über einen schönen Badesee verfügt. Neben den Vereinsangeboten und traditionellen Festen bietet Böhringen auch regelmäßig interessante Kulturveranstaltungen von hoher Qualität.
Böhringen
Rathausstraße 3
Dr. Norbert Bartneck (FW), Dr. Robert Böhm (CDU), Andrea Brutsche (FDP / Lib.), Christopher Epple (FW), Antje Hauck (CDU), Jürgen Keck (FDP / Lib.), Philipp Kling (FDP / Lib.), Günther Lieby (FW), Peter Lingg (CDU), Thorsten Räffle (FDP / Lib.), Alfred Ruh (CDU), Dieter Schönbucher (FW), Jochen Schwenger (FW), Edgar Weidele (CDU)
Auf dem Wertstoffhof Radolfzell, Konstanzer Str. 20/4 (unter der Günter-Neurohr-Brücke) kann ganzjährig Strauch-, Hecken-, Rasen- und Baumschnitt sowie Laub abgegeben werden. Die Grünschnittcontainer in den Ortsteilen erweitern dieses Angebot von April bis November.
Angenommen werden nur haushaltsübliche Mengen.
Eine wöchentliche Entsorgung von großen Mengen an Strauch-, Hecken- und Rasenschnitt über die Grünschnittcontainer ist nicht zulässig. Das Aufsichtspersonal ist berechtigt, Lieferungen in zu großem Umfang abzuweisen.
Öffnungszeiten Grünschnittcontainer von April - November:
Böhringen, Dreschhalle beim Friedhof
Freitag 17.00 – 19.00 Uhr
Ein Team von lesebegeisterten Ehrenamtlichen übernimmt die Ausleihe in den Räumen im ersten Obergeschoss des Rathauses in Böhringen.
Neben tollen Bilderbüchern, Erzählungen, Comics, Kindersachbüchern und Spielen, gibt es einen Raum mit Sofa und Romanen. 3.000 Medien stehen für kleine und große Bücherbegeisterte zur Auswahl bereit.
Böhringen
Rathausstraße 3
Ur- und frühgeschichtliche Funde auf Böhringer Gemeindegebiet aus der Bronze-, der Hallstatt- und der Alemannenzeit geben Zeugnis vom hohen Alter dieser Siedlung. Das im Jahr 1243 erstmals urkundlich erwähnte Dorf Böhringen ("Beringen", d.h. Wohnsitz der Angehörigen des Sippen- oder Ortsoberhauptes Bero) war vom 8. Jahrhundert n.Chr. bis 1421 im Besitz des Klosters Reichenau und ging in jenem Jahr pfandweise, 1538 endgültig, an die Stadt Radolfzell über. 1462 überließ Herzog Sigmund von Österreich auch die Vogtei über Radolfzell und die Dörfer Überlingen am Ried, Böhringen und Reute, die Habsburg seit 1300 besessen hat, der Stadt Radolfzell. In den genannten Dörfern stand der Stadt Radolfzell die Polizeihoheit, die niedere Gerichtsbarkeit, das Recht der niederen Jagd und das Besteuerungsrecht zu. Als Ortsvorstände setzte die Stadt Radolfzell in ihren Dörfern Vögte ein. Die Forsthoheit und die hohe Jagd hatte sich Österreich als Inhaberin der Landgrafschaft Nellenburg vorbehalten. Die hohe Gerichtsbarkeit wurde vom österreichischen Landgericht der Landgrafschaft Nellenburg in Stockach ausgeübt. Mit der Stadt Radolfzell kamen Böhringen und Überlingen am Ried 1806 an Württemberg und wurden 1810 badisch.
Kompliziert waren die Grundbesitzverhältnisse in Böhringen. Fast alle Güter dürften zunächst Eigengut des Klosters Reichenau gewesen sein. Vieles davon gelangte später an die Stadt Radolfzell und verschiedene dortige Institutionen, insbesondere an das Radolfzeller Spital und das Radolfzeller Chorherrenstift. Daneben finden wir aber auch noch die Pfarrei Böhringen, die Kaplaneipfründe Überlingen am Ried, das Augustiner-Chorherrenstift Kreuzlingen, mehrere Adelsfamilien, Böhringer Bürger und die Gemeinde Böhringen unter den Grundherren.
Zum Grundbesitz der Stadt Radolfzell auf Böhringer Gemeindegebiet zählten seit 1525 auch die Waldflächen Kampfrain und Offiliholz, welche die Gemeinde Böhringen als Entschädigung für die den Zellern im Bauernkrieg 1524/25 zugefügten Schäden abtreten mussten. Damals hatten sich nämlich auch die Böhringer den Aufständischen angeschlossen und mit diesen zusammen an der zehnwöchigen Belagerung der Stadt Radolfzell teilgenommen.
Bis zum Ende seiner Selbständigkeit hatte sich Böhringen zu einer attraktiven, fast 3.000 Einwohner zählenden Wohngemeinde mit ländlichem Charakter, aber auch mit einer beachtlichen gewerblich-industriellen Komponente entwickelt. Durch die Eingliederung der blühenden Gemeinde Böhringen in die Stadt Radolfzell am 1. Januar 1975 musste Böhringen nach dem Willen des Gesetzgebers wieder enger an die Seite jenes Gemeinwesens treten, mit dessen Geschichte.