Gleisdreieck

 
 Übersichtsplan Gewerbegebiet Gleisdreieck | Bild: Heiko Honsell
 

Noch sieht man diesem Gebiet nicht an, was einmal daraus werden wird: ein neues Gebiet für Wohnungen, Gewerbe und Freianlagen. Es liegt zentral an der Konstanzer Strasse, über die der Anschluss an die B33 in nördlicher Richtung und nach Konstanz schnell erreichbar ist.

  

Das sogenannten „Gleisdreieck“ befindet sich – wie der Name schon sagt – im Gebiet der Bahngleise. Der flächenmäßig größere Teil schließt direkt an bestehende Mischnutzung an. Ein Teil der verfügbaren Flächen ist in städtischem Besitz.

 

Wettbewerb für Gleisdreieck-Bebauung

Das Freiburger Architekturbüro Barton S-ASS hat den Architektenwettbewerb für die Bebauung des Gleisdreiecks gewonnen. Auf der rund 51.000 Quadratmeter großen Fläche in Radolfzell beabsichtigt der Investor, die Unitis AG, den Neubau von Wohnungen, Gewerbeflächen und Freianlagen.

Fünf Büros hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Das Votum der Jury fiel eindeutig aus, erläuterte der Wettbewerbsvorsitzende Franz Pesch, Architekt und Stadtplaner aus Stuttgart. Denn der Entwurf des Freiburger Büros konnte mit drei wesentlichen Gestaltungsideen punkten: den vielen Freiräumen zwischen den Gebäuden, dem zentralen Platz als Treffpunkt im Quartier und der klaren Abgrenzung zu den Bahnlinien.

In der Bewertung der Jury heißt es: „Geschickt werden zur Bahn hin Ränder aufgebaut, die sich nach Innen auflösen. Es entstehen dadurch räumlich gut geschnittene Höfe bzw. Hausgruppen, die Nachbarschaft versprechen. Das neue Quartier wendet sich mit seiner Mitte der Stadt und der Konstanzer Straße zu. Die Fahrerschließung über den Libellenweg endet an einem Parkhaus mit Zugang zur Bahn und ist Auftakt für eine räumlich gut geschnittene Quartierlängsachse. Im Süden wird im Ideenteil mit direkter Anbindung an die Günter-Neurohr Brücke ein zweites Parkierungsbauwerk vorgeschlagen.“ Kritisiert hat die Jury allerdings die Parkkapazitäten des Siegerentwurfs. Eingeplant sind bislang zwei Parkhäuser. In diesem Zusammenhang kommt die Jury zu dem Ergebnis: „Diskutiert wird der Standort des Parkhauses am Libellenweg im Übergang zur Bestandsbebauung. Die angebotenen Kapazitäten reichen noch nicht.“

So geht es weiter

Projektleiter Ralf Pavaletz rechnet mit einem Baubeginn im Jahr 2021. Die Bebauung sieht im Realisierungsteil rund 230 neue Wohnungen vor. Der Siegerentwurf wird, wie üblich in diesem Verfahren, überarbeitet. Über die genaue Gestaltung entscheidet der Gemeinderat. Die nächsten Schritte sind die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans und der Durchführungsvertrag mit dem Investor.

 

Die Jury

Unter anderem waren die Mitglieder der Jury: Fachgutachter mit Stimmrecht Franz Pesch und weitere Architekten und Stadtplaner sowie von Seiten der Stadtverwaltung Markus Töpfer (Abteilung Stadtplanung) und Engin Ersoy (Abteilung Technisches Gebäudemanagement). Als Sachgutachter mit  Stimmrecht waren die Stadträte Helmut Villinger (CDU), Siegfried Lehmann (FGL), Walter Hiller (FW), Norbert Lumbe (SPD) und Richard Atkinson (FDP) vertreten.

 

 Der vom Freiburger Architekturbüro Barton S-ASS überarbeitete Siegerentwurf. Bild: Stadtverwaltung

Der vom Freiburger Architekturbüro Barton S-ASS überarbeitete Siegerentwurf. Bild: Stadtverwaltung

 
 Gleisdreieck aus östlicher Richtung | Bild: Heiko Honsell
 Gleisdreieck aus östlicher Richtung | Bild: Heiko Honsell

Das Gleisdreieck aus östlicher Richtung. Bilder: Heiko Honsell

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