Fußgängerzone

 Bild: Stadtverwaltung

Radolfzells Innenstadt lädt zu entspannten Spaziergängen und zum Stadtbummel ein. Dank der Fußgängerzone in der Altstadt sind Geschäfte und Restaurants vom seemaxx Outlet Center bis zur Uferpromenade bequem und direkt zu Fuß erreichbar. 

Dennoch wird der Einfluss des Fußverkehrs auf die Lebensqualität einer Stadt immer noch unterschätzt. Dabei ist zu Fuß gehen gesund, kostenlos und vor allem umweltfreundlich. Die Stadt Radolfzell arbeitet stetig daran, die Bedingungen sich in der Stadt zu Fuß zu bewegen und dort zu verweilen, zu verbessern und die Lebensqualität der Bürger zu steigern.

 

Befahren, Halten und Parken in der Fußgängerzone der Innenstadt neu geregelt.

Der Gemeinderat hat eine Verwaltungsrichtlinie beschlossen, die das Befahren, Halten und Parken für die Fußgängerzonen der Altstadt, im Bereich René-Moustelon-Platz-Markthallenstraße und St.-Johannis-Straße neu regelt und die historisch gewachsenen, mittlerweile für Fußgänger kritischen Zustände abstellen soll. Voraussichtlich zum 01.04.2020 wird die Beschilderung der Fußgängerzonen entsprechend geändert.

 

Gemäß der Straßenverkehrsordnung ist die Fußgängerzone ein hohes Schutzgut. Sie räumt den Fußgängern grundsätzlich Privilegien vor allen anderen Verkehrsteilnehmern ein und vermittelt Verkehrssicherheit. Ausnahmen können in dringenden Fällen von den jeweiligen Kommunen geregelt und beschildert werden. In Radolfzell wurden seit den 1960er Jahren, als die ersten Straßenzüge in der Altstadt zur Fußgängerzone umgewandelt wurden, viele solcher Sonderfälle durch politische Entscheidungen definiert.

 

Zufahrt nur noch als Ausnahme

Nun hat der Gemeinderat den Beschluss gefasst, diese über Jahrzehnte gewachsene Problematik zu beseitigen und im vergangenen Jahr eine neue Verwaltungsrichtlinie erlassen, um den Schutz der Fußgänger in den Fußgängerzonen wieder herzustellen. Die neuen Regelungen sind einheitlich und transparent. Sie entsprechen nun wieder der bundeseinheitlichen Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr und berücksichtigen auch die lokalen Gegebenheiten.

Die Verwaltungsrichtlinien und die Gebührenordnung finden Sie im Downloadbereich rechts.

 

Rad- und Pedelecfahrer können die Bereiche nach wie vor in angemessenem Tempo durchqueren und sollten besonders Rücksicht auf die Fußgänger nehmen. E-Bikes gelten als Kraftfahrzeuge und dürfen die Fußgängerzonen gemäß der Straßenverkehrsordnung weiterhin nicht befahren. Grundsätzlich sieht die Richtlinie vor, dass die Zufahrt für motorisierte Fahrzeuge nur in besonderen Ausnahmefällen und zu bestimmten Zeiten gestattet ist. Für jede Einfahrt in die Fußgängerzone ist eine Ausnahmegenehmigung bei der Stadtverwaltung zu beantragen.

 

Verstöße gegen die Regelungen der Verwaltungsrichtlinie stellen eine Ordnungswidrigkeit gemäß der Straßenverkehrsordnung dar und werden nach dem bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog geahndet. Es gilt eine Übergangsfrist von circa vier Wochen.

 

Dem Gemeinderat war es besonders wichtig, dass die neue Verwaltungsrichtlinie möglichst viele alltägliche Gegebenheiten für die Bürgerinnen und Bürger sowie ansässigen Gewerbetreibenden berücksichtigt. Für eine einmalige Zufahrt in die Fußgängerzone kann eine Tagesgenehmigung oder ein 10er-Block und für die regelmäßige Einfahrt können Monats- und Jahreskarten beantragt werden. Sie sieht zudem Möglichkeiten für das Befahren der Taxen und dem Mietwagenverkehr, der Hotelgäste, besonderen Berufsgruppen wie Ärzte, Heilberufe, Energieversorger, technische Notdienste, Handwerker und soziale Dienste sowie ehrenamtlich Tätige und schwerbehinderte Menschen mit einer blauen Parkberechtigung vor.

 

Die Bewohner der Fußgängerzonen und die anliegenden Gewerbetreibenden werden entsprechend informiert. Zudem werden Personen angeschrieben, die eine Ausnahmegenehmigung nach den bisherigen Regelungen erhalten haben. Für die Ausstellung der Ausnahmegenehmigung fällt eine aufwandsabhängige Verwaltungsgebühr in der Regel in Höhe von 25 Euro an.

 

Die Anträge für die Ausnahmegenehmigung werden ebenfalls schnellstmöglich im Downloadbereich zur Verfügung stehen.

Fragen Beantworten die Mitarbeiter der Abteilung Sicherheit und Ordnung.

 

Kontakt Ausnahmegenehmigung Fußgängerzone

Dezernat II - Fachbereich Bürgerdienste
Abteilung Sicherheit und Ordnung
Güttinger Straße 3/1 | 78315 Radolfzell am Bodensee
 
verkehr@radolfzell.de
   
Tel. 07732 | 81-272, -273 oder -288 Mo - Fr |   8.00 - 12.00 Uhr 
Fax 07732 | 81-406  Mo - Do | 14.00 - 16.00 Uhr 
   und nach Terminvereinbarung

 

 

 

 

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Antragsformulare Fußgängerzone