iNFORMATIONEN ZUR mASKENPFLICHT

 Bild: Stadtverwaltung

Grafik: Stadtverwaltung

Geänderte Maskenpflicht

Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg schreibt das Tragen von Masken in vielen Alltagssituationen vor. Seit 25.01.2021 reichen die bisher vorgeschriebenen Mund-Nasen-Bedeckungen bzw. Alltagsmasken oft nicht mehr aus. Stattdessen muss zwingend eine medizinische Maske getragen werden.

 

Als medizinische Masken gelten OP-Masken (zertifiziert nach DIN EN 14683:2019-10) oder Masken, die die Anforderungen der Standards FFP2 (DIN EN 149:2001), KN95, N95 oder eines vergleichbaren Standards erfüllen.

 

Die Grafik zeigt alle für Radolfzell geltenden Regelungen zur Maskenpflicht.

 

Für Kinder vom 6. bis zum vollendeten 14. Lebensjahr gilt die Pflicht zum Tragen medizinischen Masken nicht. Für sie ist eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung ausreichend.

 

Medizinische Masken:

Gemäß der Verordnung muss in folgenden Bereichen eine medizinische Maske getragen werden, Alltagsmasken aus Stoff sind hier nicht mehr erlaubt:

  • bei der Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs, insbesondere in Eisenbahnen, Straßenbahnen, Bussen, Taxen, Passagierflugzeugen, Fähren, Fahrgastschiffen und Seilbahnen, an Bahn- und Bussteigen, im Wartebereich der Anlegestellen von Fahrgastschiffen und in Bahnhofs- und Flughafengebäuden
  • am Arbeitsplatz und in Betriebsstätten sowie an Einsatzorten, wenn der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann
  • in Arztpraxen und Zahnarztpraxen sowie in Praxen sonstiger humanmedizinischer Heil- und Hygieneberufe und der Heilpraktiker, zudem in Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes
  • im Warte- und Zugangsbereich von Einkaufszentren, Groß- und Einzelhandelsgeschäften sowie auf Parkflächen, die diesen räumlich zugeordnet sind
  • auf dem Wochenmarkt sowie auf allen weiteren Jahr- und Spezialmärkten sowie auf den räumlich zugeordneten Parkflächen
  • während der gesamten Dauer von Gottesdiensten und anderen religiösen Veranstaltungen
  • während der Veranstaltungen bei Todesfällen im Freien (Bestattungen)

 

Zudem hat die Stadtverwaltung Radolfzell folgende Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken bestimmt:

  • auf dem Wertstoffhof in der Konstanzer Straße
  • in Dienstgebäuden der Stadtverwaltung Radolfzell und in allen weiteren öffentlichen Gebäuden (Rathaus, Bürgerbüro etc.)

 

Ausschließlich FFP2-Masken:

Beim Besuch von Krankenhäusern, Rehaeinrichtungen – zum Beispiel der METTNAU –, stationären Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf sowie in Alten- und Pflegeheimen muss zwingend eine Maske, die die Anforderungen der Standards FFP2 (DIN EN 149:2001), KN95, N95 oder eines vergleichbaren Standards erfüllt, getragen werden.

 

Weiterhin Alltagsmasken-Pflicht

In den nachfolgenden Bereichen besteht ebenfalls die Pflicht zum Tragen einer Maske. Dort ist eine Alltagsmaske bzw. Mund-Nasen-Bedeckung ausreichend.

  • im öffentlichen Raum, sobald mehrere Personen zusammentreffen, zum Beispiel in Fußgängerzonen, auf belebten Wegen und in Einkaufsstraßen
  • in öffentlichen Einrichtungen mit Publikumsverkehr, zum Beispiel Banken, Versicherungs- oder anderweitige Behördengebäude – sofern nicht von den Einrichtungen anders geregelt
  • auf dem Wertstoffhof des Landkreises in Singen-Rickelshausen

 

Zu beachten ist bei den Alltagsmasken: Ein zu den Seiten geöffneter Spuckschutz (Face-Schiel) ist keine gleichwertige nichtmedizinische Alltagsmaske.

 

Der Verstoß gegen die Maskenpflicht hat gemäß Corona-Verordnung ein Zutritts- bzw. Teilnahmeverbot zur Folge. Zudem stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem entsprechenden Bußgeld belegt werden.

FFP2-Masken für nicht-mobile und bedürftige Radolfzeller

Stand: 28.01.2021

 

Die Stadtverwaltung Radolfzell unterstützt Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und bedürftige Personen durch die anlassbezogene Vergabe von kostenfreien FFP2-Masken. Um diese Masken zu erhalten, muss gegenüber der Stadtverwaltung wahrheitsgemäß versichert werden, dass soziale Leistungen (Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, Wohngeld etc.) bezogen werden oder eine eingeschränkte Mobilität vorliegt.

 

Berechtigte können unter der Rufnummer des Bürgertelefons 07732 81-585 in der Zeit von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 12 Uhr den Bedarf an Masken anmelden. Die Zustellung erfolgt im Anschluss postalisch.

Darüber hinaus wurden dem Tafelladen in Radolfzell Masken für die Ausgabe an Personen mit Tafelladen-Ausweis zur Verfügung gestellt. An Wohnungslose erfolgte eine zentrale Auslieferung der Masken durch die Stadtverwaltung in den Jakobushof in Böhringen.

„Alle, die in unserer Stadt bedürftig oder nur eingeschränkt mobil sind, sollen die Möglichkeit haben FFP2-Masken zu tragen um sich zu schützen. Gesundheitsschutz darf bei uns keine Frage des Geldbeutels oder der Beweglichkeit sein. Als Stadt wollen wir zumindest eine Grundausstattung zur Verfügung stellen, damit Berechtigte damit je nach Verwendungshäufigkeit die nächste Zeit versorgt sind “, betont Oberbürgermeister Martin Staab.

Dank einer großzügigen Spende der Albert Schroff Stiftung von Hildegard Schroff-Kolb an die Bürgerstiftung Radolfzell hat diese beschlossen, der Stadtverwaltung insgesamt 4.100 FFP2-Masken zu überlassen, damit diese den Berechtigten zugutekommen.

So erhalten Bürger eine Mund-Nasen-Bedeckung

Stand: Sommer 2020

Die Stadtverwaltung Radolfzell unterstützt die Bürgerinnen und Bürger auf mehreren Wegen dabei, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu erhalten:

 

  • Im Nähen geübte Bürgerinnen und Bürger können für sich und ihr Umfeld, also Verwandte, Freunde, Bekannte und Nachbarn, textile Bedeckungen nähen. Eine Nähanleitung inklusive Hinweisen zur Materialbeschaffenheit und Pflegehinweisen stellt die Stadtverwaltung zur Verfügung. Beide Links sind in der rechten Spalte auf dieser Seite eingestellt.
  • Zudem können sich Näherinnen und Näher bei der Stadtverwaltung Radolfzell unter Telefon 07732 81-530 oder per E-Mail mit dem Betreff „Mund-Nasen-Bedeckung nähen" an museum@radolfzell.de melden. Die Verwaltung vermittelt Freiwillige an Initiativen, wie zum Beispiel die von Carina Kromer, die Behelfs-Mund-Nasen-Masken für soziale Einrichtungen nähen.
  • Soziale Einrichtungen werden gebeten, ihren Bedarf unter der E-Mail- Adresse museum@radolfzell.de mit dem Betreff „Bedarf Mund-Nasen- Bedeckung" zu melden.
  • Wer für sich sowie sein direktes Umfeld ausreichend Mund-Nasen- Bedeckungen hergestellt hat, wird gebeten, diese anderen Mitbürgern anzubieten (zum Beispiel über Ortsteilinitiativen oder die lokalen Hilfsplattformen des Südkuriers und des Wochenblatts)
  • Es gibt in Radolfzell mehrere Schneidereien, die solche behelfsmäßig hergestellten Masken anbieten. Wer also nicht nähen kann oder keine der anderen Alternativen in Frage kommt, kann sich wenden an:
    • Änderungsschneiderei und Gardinenverkauf (Rewe-Markt, Telefon 9592107)
    • Bodenseeschneiderei (Seestraße 42, Telefon 8238456)
    • Emre’s Änderungsschneiderei (Kaufhausstraße 7, Telefon 820453)
    • Kinderstoffzimmer (St. Johannis Straße 16, Telefon 9507840)
    • Schneiderei Edda Michelberger (Seestraße 17, Telefon 8233440)
    • Theater-Zeller-Kultur (Telefon 8233941, info@zellerkultur.de)
    • Änderungsschneiderei Knopfloch (Löwengasse 28, Telefon 3166)
  • Die Stadtverwaltung hält zudem ein begrenztes Kontingent an textilen Mund-Nasen-Bedeckungen für Bürgerinnen und Bürger bereit, die 65 Jahre und älter sind und darüber hinaus eine Vorerkrankung nach der Definition des Robert-Koch-Instituts aufweisen sowie an Menschen, die stark in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Diese Bürgerinnen und Bürger können sich telefonisch beim Bürgertelefon der Stadtverwaltung 07732 81-585 in der Zeit von Montag bis Donnerstag, 8 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr melden. Die Behelfsmasken werden dann geliefert.

 

Selbstgemachte Masken richtig benennen

In den vergangenen Tagen gab es Meldungen, dass Abmahnanwälte freiwillige Helferinnen und Helfer abgemahnt haben sollen, weil sie ihre Masken Mundschutz oder Mund-Nasen-Schutz genannt haben. Dies ist tatsächlich nach dem Medizinproduktegesetz nicht erlaubt, teilt die Landesregierung Baden-Württemberg mit. Das Verbot im Medizinproduktegesetz dient grundsätzlich dem Schutz vor irreführenden Bezeichnungen und damit letztlich dem Schutz der Bevölkerung. Dieser Schutzzweck hat grundsätzlich – auch zu Coronazeiten – weiterhin seine Berechtigung.

 

 

Kontakt

Stadtverwaltung Radolfzell 
Bürgertelefon 
Marktplatz 2 | 78315 Radolfzell am Bodensee 
   
Tel. 07732 | 81-585 Mo - Fr |   8 - 12 Uhr
  Mo - Do | 14 - 16 Uhr

Links

 
 

Downloads

 

Information an die Radolfzeller zum Thema Mund-Nasen-Bedeckung

 

Dr. med. Stefan Bushuven, Leitender Oberarzt Anästhesiologie/Krankenhaushygiene und Oberbürgermeister Martin Staab informieren die Radolfzeller Bürger über Mund-Nasen-Bedeckungen in Zeiten der Corona-Pandemie.