Aktuelle Nachrichten zum Coronavirus

 

Die Stadtverwaltung Radolfzell informiert die Bürgerinnen und Bürger fortlaufend und aktuell zum Thema Coronavirus und zu den neuesten Entwicklungen.

 

Coronavirus: Landesregierung lockert Maßnahmen – Neuerungen für Radolfzell

03.05.2020 | Nach den Absprachen von Bund und Ländern am 30. April 2020, hat nun die Landesregierung die schrittweise Lockerung durch das Coronavirus bedingten Einschränkungen in einer neuen Rechtsverordnung konkretisiert, die am 2. Mai 2020 notverkündet wurde.

Einzelne Regelungen gelten ab Sonntag, 3. Mai 2020, andere ab Mittwoch, 6. Mai 2020, der Großteil der Neuerungen kann ab Montag, 4. Mai 2020, umgesetzt werden.
 
„Wir haben noch einen langen Weg zu einem normalen Leben vor uns. Ich freue mich, dass nun auch Einschränkungen im öffentlichen Leben und der Freizeitgestaltung wegfallen", sagt Oberbürgermeister Martin Staab. „Dieses Stück wiedergewonnene Freiheit ist jedoch nur stabil, wenn alle Bürgerinnen und Bürger mitwirken und die Abstands- und Hygieneregeln einhalten."
 
 
Weiterhin gilt grundsätzlich:
  • Alle zugelassenen Aktivitäten dürfen nur unter Einhaltung höchster Hygiene- und Sicherheitsstandards erfolgen.
  • Der Mindestabstand von 1,5 Metern, besser 2 Metern, ist einzuhalten – nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern auch im Freien. Insbesondere ist diese Abstandsregelung auch von Wartenden vor Geschäften sowie Gastronomiebetrieben mit Außer-Haus-Verkauf einzuhalten.
  • Bei Zuwiderhandlungen können empfindliche Geldbußen verhängt werden, im Wiederholungsfall bis zu 25.000 Euro.
  • Die 7. Änderung der Rechtsverordnung führt zu nachstehenden, auch für Radolfzell relevanten Maßnahmen. Die Aufhebung der Einschränkungen in allen Bereichen ist jedoch nur erlaubt, wenn die strengen Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden. Dies ist durch entsprechende Neuorganisation der Abläufe und räumliche Aufteilung insbesondere beim Aufeinandertreffen von vielen Personen, zum Beispiel in Schulen und Kirchen, sicherzustellen.
 
Einzelhandel und Dienstleistungen
  • Alle Einzelhandelsgeschäfte dürfen unabhängig von Verkaufsfläche und Sortiment öffnen. Die Beschränkung auf 800 Quadratmeter entfällt. Es gilt weiterhin die Richtgröße, dass sich pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche nur eine Person (einschließlich Personal) im Laden aufhalten soll.
  • Frisöre und Studios der kosmetischen Fußpflege (bisher nur medizinisch) dürfen wieder Kunden bedienen.
  • Zahnärzte dürfen wieder uneingeschränkt praktizieren.
 
Einrichtungen
 
Alle Einrichtungen, die bisher rechtmäßig geöffnet waren, bleiben geöffnet. Die Schließung aller weiteren Einrichtungen wurde vom 3. Mai 2020 auf den 10. Mai 2020 verlängert. Sport- und Vereinsstätten bleiben weiterhin grundsätzlich geschlossen.
  • Kulturelle Ausstellungen, Museen, Freilichtmuseen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten dürfen ab dem 6. Mai 2020 wieder öffnen.
  • Zoologische und botanische Gärten können ab dem 6. Mai 2020 wieder öffnen.
  • Öffentliche Spielplätze dürfen ab 6. Mai 2020 wieder geöffnet werden, Bolzplätze bleiben weiterhin geschlossen. Die konkreten Maßgaben zur Öffnung der Spielplätze werden derzeit noch vom Sozialministerium erarbeitet.
  • Klargestellt wird, dass Autokinos gestattet sind.
  • Das Ausgehverbot für Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften wurde aufgehoben. Bewohner dürfen die Einrichtung auch ohne triftigen Grund wieder verlassen. Für Bewohner, die die Einrichtung verlassen haben und zurückkehren, gelten nach der Rückkehr erweiterte Hygienevorschriften – unter anderem eine Maskenpflicht in Gemeinschaftsräumen.
  • Bildungseinrichtungen im Bereich der beruflichen Bildung dürfen wieder stufenweise ihren Betrieb aufnehmen – insbesondere auch solche, die zur Integration oder zur deutschen Sprachbildung von Migrantinnen und Migranten beitragen.
 
Schulen und Kindertageseinrichtungen
  • Die Einschränkung des Schulbetriebs wurde bis 15. Juni 2020 verlängert. Das heißt, dass die vollständige Wiederaufnahme des Schulbetriebs bis zu diesem Zeitpunkt schrittweise geplant werden soll. Eingeschränkt bleibt bis auf die Notbetreuung das Angebot der Kinderzeit.
  • Der Unterrichtsbetrieb sowie die Durchführung von Prüfungen an den öffentlichen Schulen und den Schulen in freier Trägerschaft, der Betrieb von Schulmensen sowie die Veranstaltungen außerschulischer Bildungsträger, die der Vorbereitung auf schulische Abschlussprüfungen dienen, ist gestattet.
  • Der Unterrichtsbetrieb sowie die Durchführung von Prüfungen an Pflegeschulen, an Schulen für Gesundheitsfachberufe und an Fachschulen für Sozialwesen im Zuständigkeitsbereich des Sozialministeriums und für Tätigkeiten im Rettungsdienst sind erlaubt.
  • Von der Teilnahme der genannten Bildungsangeboten sind Personen ausdrücklich ausgenommen, die in Kontakt zu einer infizierten Person stehen oder standen, wenn seit dem Kontakt mit einer infizierten Person noch nicht 14 Tage vergangen sind, oder die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur aufweisen. Ihnen ist der Zutritt der Einrichtung nicht gestattet.
  • Ergänzend gilt gemäß der Hygienehinweise des Kultusministeriums für Schulen: Bei minderjährigen Schülern mit relevanten Vorerkrankungen entscheiden die Erziehungsberechtigten über die Teilnahme am Unterricht. Gleiches gilt, wenn im Haushalt Personen (Eltern, Geschwister) leben, die einer Risikogruppe angehören.
 
Veranstaltungen und Zusammenkünfte

Die nachstehenden Regelungen galten bisher bis zum 3. Mai 2020. Sie wurden nun zunächst auf den 10. Mai 2020 beschränkt:
  • Veranstaltungen bleiben grundsätzlich untersagt - insbesondere Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August 2020, wie etwa Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen- und Weinfeste, Schützenfeste oder Kirmes-Veranstaltungen. Hierzu muss das Land noch konkrete Bestimmungen erlassen.
  • Ein Verweilen auf öffentlichen Plätzen und im öffentlichen Straßenraum ist nur alleine, im engsten Familienkreis, mit im Haushalt lebenden Personen oder mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person möglich.
  • Außerhalb des öffentlichen Raums sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen von jeweils mehr als fünf Personen verboten.
  • Beim Einkaufen und im öffentlichen Personennahverkehr besteht die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske. In Radolfzell gilt gemäß der Allgemeinverfügung eine erweiterte Maskenpflicht. Ein Verstoß gegen die Maskenpflicht kann ab 4. Mai 2020 mit einem Bußgeld von bis zu 30 Euro geahndet werden.
 
Wieder erlaubt ab 3. Mai sind:
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Kontakt

Landratsamt Konstanz 
Telefon-Hotline für Fragen rund um Corona 
  
Tel. 07531 | 800-7777  Mo - Fr |  8 - 17 Uhr
  Sa |  8 - 12 Uhr
  
Stadtverwaltung Radolfzell 
Bürgertelefon 
Marktplatz 2 | 78315 Radolfzell am Bodensee 
   
Tel. 07732 | 81-585 Mo - Fr |   8 - 12 Uhr
  Mo - Do | 14 - 16 Uhr
  
Landesgesundheitsamt  
Tel. 0711 | 904-39555  Mo - Fr |  9 - 18 Uhr