Ohne Worte um Hilfe rufen

20.12.2021 | Einen Notruf absetzen, ohne sprechen zu müssen: Mit der mobilen App nora der Bundesländer ist dies ab sofort machbar. Die Anwendung ermöglicht es Menschen mit eingeschränkten Sprach- und Hörfähigkeiten, mit ihrem Smartphone die Polizei, die Feuerwehr oder Rettungsdienste auf stillem Wege schnell, einfach, sicher und barrierefrei zu verständigen.

Mit der mobilen App nora der Bundesländer können Menschen mit eingeschränkten Sprach- und Hörfähigkeiten einen Notruf absetzen, ohne sprechen zu müssen. Bildquelle: Stadtverwaltung
Wird der Notruf gestartet, gilt es, maximal fünf Fragen mit einem Fingertippen zu beantworten, um die Helfer mit wichtigen Informationen zu versorgen. Ab dem Eingang des Notrufes bleibt der Nutzer in einem Chat mit der Leitstelle verbunden, falls weitere Fragen geklärt werden müssen. Bevor sie nora nutzen können, müssen sich die Anwender im System registrieren - dies macht es möglich, dass bei einem Hilferuf wichtige persönliche Daten automatisch übermittelt werden. Den genauen Aufenthaltsort erfahren die Einsatzkräfte im Falle eines Notrufes über die Standortbestimmung des mobilen Gerätes. Falls der Notfall an einem anderen Ort passiert sein sollte, kann dies manuell korrigiert werden. Die Anwendung, die auch in englischer Sprache verfügbar ist, kann kostenfrei für iOS- sowie Android-Geräte in den gängigen App-Stores heruntergeladen werden und ist im ganzen Bundesgebiet nutzbar. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.nora-notruf.de.

Während bei nora die Bürger die Einsatzkräfte verständigen, funktioniert die Warn-App NINA des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe genau andersherum. Ob Gefahrstoffausbreitung, Trinkwasserverunreinigung, Großbrand oder andere wichtige Gefahrenmeldungen: Mit NINA werden die Menschen schnell und gesichert über Gefahrenlagen an einem Ort ihrer Wahl informiert. Auch die aktuellen Corona-Bestimmungen sind über die Funktion „Meine Orte" gezielt für eine bestimmte Region einsehbar. Alle Warnmeldungen, wozu auch Änderungen der Corona-Regeln gehören, können auf Wunsch als Push-Benachrichtigungen empfangen und mit einem Signalton versehen werden. NINA kann damit die Menschen in allen Lebenslagen auf eine Gefahrensituation aufmerksam machen – als „Sirene für die Hosentasche", wie das Bundesamt informiert. Darüber hinaus werden in der Anwendung Tipps und Empfehlungen zu richtigem Verhalten in Gefahrensituationen veröffentlicht. Darüber hinaus ermöglicht die Warn-App in der aktuellen App-Version die Anzeige der Bedienoberfläche in sieben Fremdsprachen – in Arabisch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Spanisch und Türkisch – sowie in leicht verständlicher deutscher Sprache.

Die Warn-App ist kompatibel für iOS- sowie Android-Geräte. NINA ist werbefrei und kostenfrei erhältlich. Alle Informationen stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf der Homepage www.bbk.bund.de/NINA zur Verfügung.
 
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