20 neue Wohnungen in der Nordstadt

03.08.2020 | Das sich im Eigentum der Stadt befindliche Grundstück Ecke Ostlandstraße und Schlesierstraße soll baulich entwickelt und für ein soziales Wohnbauprojekt zur Verfügung gestellt werden.

Die Projektverantwortliche Stadtplanerin Nathalie Gerstmann und Bürgermeisterin Monika Laule vor den Entwürfen der Siegerarbeit. Bild: Stadtverwaltung
Zur Realisierung dieses Vorhabens wurde im Auftrag des Gemeinderates ein kombinierter Architekten- und Investorenwettbewerb ausgeschrieben. Ziel dieser so genannten Konzeptvergabe soll eine schnellere Realisierung des Projektes sein.
 
In der Preisgerichtssitzung am 23.07.2020 wurden die eingereichten Arbeiten in zwei Rundgängen bewertet. Neben Architekten, Stadtplanern und Vertretern der Stadtverwaltung gehörten auch Stadträte aus vier Fraktionen zur Jury. Alle Entscheidungen wurden einstimmig getroffen.
 
Die Aufgabe
Zielstellung des Wettbewerbs war die Ausarbeitung eines Konzepts für die Neubebauung des Grundstücks, das neben der Schaffung von Wohnraum auch soziale Komponenten berücksichtigt. Gefordert waren jeweils mindestens acht geförderte und frei finanzierte Wohnungen. „Uns war es wichtig, dass die Nordstadt im sozialen Gefüge ausgeglichen bleibt. Daher war eine zwingende Voraussetzung die Mischung der beiden Wohnungstypen", betont Sozialbürgermeisterin Monika Laule.
 
Um die Bedarfe gezielter zu bedienen, lässt sich die Stadt Belegungsrechte bei den Sozialwohnungen für 15 Jahre einräumen. Die Mietpreisbindung wird für mindestens zehn Jahre festgeschrieben. Das bedeutet, dass die geförderten Wohnungen für diesen Zeitraum 30 Prozent unter der ortsüblichen Miete vergeben werden müssen. Diese Miete liegt aktuell bei etwa 9,50 Euro je Quadratmeter.
 
Neben dem Gebäudekonzept sollte für den Außenbereich ein Freiraumkonzept entwickelt werden, das genügend Freifläche enthält, um das Miteinander zu stärken.
 
Die Bewertung
Einer der drei eingereichten Entwürfe ist bereits im ersten Bewertungsrundgang aufgrund von Schwächen bei der Wohnungsaufteilung und der Gestaltung der Außenanlagen ausgeschieden. Eine zweite Arbeit wurde aufgrund der geplanten massiven Bebauung, die 60 Prozent der Grundstücksfläche in Anspruch genommen hätte, und die Unverhältnismäßigkeit zu den Bestandsgebäuden mit dem 3. Preis bedacht.
 
Der Siegerentwurf sieht ein drei- bis viergeschossiges Gebäude mit KfW-55-Standard vor, das sich durch die architektonisch, winkelige Gestaltung gut in das Umfeld einfügt und rund 40 Prozent der Fläche unversiegelt lässt. Die Anordnung der Gebäudeteile schafft eine geschützte Freifläche, auf der der Spielplatz und Grünanlagen mit hoher Aufenthaltsqualität ihren Platz finden. Auf dieser Fläche wird auch weitestgehend der erhaltenswerte Baumbestand integriert. Auf der Dachfläche werden die bei Neubauten zwingend erforderlichen Photovoltaik-Anlagen platziert. Die Tiefgaragenzufahrt befindet sich im Norden.
 
So geht es weiter
Die Stadtverwaltung wird nun zeitnah mit dem Wettbewerbssieger die von der Jury gewünschten Anpassungswünsche besprechen und die Vertragsverhandlungen führen. Im Herbst 2020 soll der bereits vorliegende Bebauungsplan-Vorentwurf durch das zuständige Gremium in einen Bebauungsplan-Entwurf überführt werden. Ein Baubeginn ist bereits in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu erwarten.
 
Die Wettbewerbsergebnisse sowie die eingereichten Entwürfe sind auch online auf der städtischen Internetseite unter www.radolfzell.de/stockteil abrufbar.
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