Coronavirus: Gottesdienste dürfen wieder stattfinden

03.05.2020 | In Baden-Württemberg dürfen Gottesdienste ab sofort wieder stattfinden. Am 21. März hatte die Landesregierung alle Gottesdienste vorläufig untersagt. Die Kirchengemeinden können selbst entscheiden welche und wie viele öffentliche Gottesdienste gefeiert werden.

Für alle Religions- und Glaubensgemeinschaften gilt, dass Veranstaltungen und Ansammlungen für religiöse Zwecke wieder stattfinden dürfen – zum Teil mit Einschränkungen und unter bestimmten hygienischen Vorgaben.
 
Es gibt keine Obergrenze, wie viele Menschen an Gottesdiensten und anderen religiösen Veranstaltungen in Gebäuden teilnehmen können. In geschlossenen Räumen gilt jedoch, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern sichergestellt werden muss. Dies gilt nicht, wenn die Personen zusammenleben. Die Kelchkommunion ist untersagt, weil das Trinken aus einem Gefäß ein hohes Infektionsrisiko birgt. Das Kultusministerium schreibt das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht vor, sondern empfiehlt das Tragen von Alltagsmasken auch in geschlossenen Räumen bei Gottesdiensten und anderen religiösen Veranstaltungen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Veranstalter ein schriftliches Infektionsschutzkonzept verfassen.
 
Im Freien wird die Teilnehmerzahl beschränkt: Unter freiem Himmel sind religiöse Veranstaltungen und Ansammlungen erlaubt – allerdings mit maximal 100 Teilnehmern. Die übrigen Regelungen sind identisch mit den Vorgaben zu religiösem Veranstaltungen in geschlossenen Räumen.
 
Die Teilnehmerzahl bei Bestattungen, Urnenbeisetzungen und Totengebeten im Freien wird ebenfalls reglementiert. Hier sind höchstens 50 Personen zulässig. Bestatter und Mitarbeiter zählen nicht dazu, jedoch der Geistliche beziehungsweise der Trauerredner.

Bei Taufen, Hochzeiten und weiteren religiösen Zeremonien gelten die oben beschriebenen Regelungen wie bei den anderen religiösen Veranstaltungen und Ansammlungen – also in Abhängigkeit vom Veranstaltungsort.

Die Regeln gelten weder für den weltlichen Teil der Hochzeits- und Tauffeiern, noch für den standesamtlichen Teil oder andere Feiern  – hier greifen die allgemeinen Vorgaben der Corona-Verordnung. Bis auf Weiteres tritt die Verordnung des Kultusministeriums am 15. Juni außer Kraft.
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