Coronavirus: So erhalten Bürger eine Mund-Nasen-Bedeckung

02.06.2020 | Seit 27. April 2020 hat die Landesregierung die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske beim Einkaufen und im öffentlichen Personennahverkehr verordnet. Das bedeutet ganz konkret in Bus, Bahn und Taxi, an Bahn- und Bussteigen sowie in Verkaufsräumen von Geschäften und Einkaufszentren muss eine Alltagsmaske getragen werden.

Hermann Kratt spendet Stoffe für die Näh-Initiative von Carina Kromer, die mit mehreren Helfern Alltagsmasken ehrenamtlich fertigt, links Angelique Tracik, Fachbereichsleiterin Kultur, die Birgit von Glan (Bürgerbeteiligung, nicht abgebildet) bei der Koordination unterstützt.
Bild: Stadtverwaltung

Die Pflicht gilt nicht nur für Erwachsene; auch Kinder mit vollendetem sechsten Lebensjahr sind verpflichtet, eine Mund-Nasen- Bedeckung zu tragen. Eine Ausnahme gilt nur wenn dies medizinisch notwendig ist, oder aus anderen zwingenden Gründen ausgeschlossen werden muss.
 
Die Stadtverwaltung Radolfzell unterstützt die Bürgerinnen und Bürger auf mehreren Wegen dabei, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu erhalten:
 
  • Im Nähen geübte Bürgerinnen und Bürger können für sich und ihr Umfeld, also Verwandte, Freunde, Bekannte und Nachbarn, textile Bedeckungen nähen. Bitte Hinweise zur Herstellung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte: www.bfarm.de/schutzmasken beachten. Eine Nähanleitung inklusive Hinweisen zur Materialbeschaffenheit und Pflegehinweisen stellt die Stadtverwaltung auf der Website www.radolfzell.de/coronavirus zur Verfügung.
  • Zudem können sich Näherinnen und Näher bei der Stadtverwaltung Radolfzell unter Telefon 07732 81-530 oder per E-Mail mit dem Betreff „Mund-Nasen-Bedeckung nähen" an museum@radolfzell.de melden. Die Verwaltung vermittelt Freiwillige an Initiativen, wie zum Beispiel die von Carina Kromer, die Behelfs-Mund-Nasen-Masken für soziale Einrichtungen nähen.
  • Soziale Einrichtungen werden gebeten, ihren Bedarf unter der E-Mail- Adresse museum@radolfzell.de mit dem Betreff „Bedarf Mund-Nasen- Bedeckung" zu melden.
  • Wer für sich sowie sein direktes Umfeld ausreichend Mund-Nasen- Bedeckungen hergestellt hat, wird gebeten, diese anderen Mitbürgern anzubieten (zum Beispiel über Ortsteilinitiativen oder die lokalen Hilfsplattformen des Südkuriers und des Wochenblatts)
  • Es gibt in Radolfzell mehrere Schneidereien, die solche behelfsmäßig hergestellten Masken anbieten. Wer also nicht nähen kann oder keine der anderen Alternativen in Frage kommt, kann sich wenden an:
    • Änderungsschneiderei und Gardinenverkauf (Rewe-Markt, Telefon 95 92 107)
    • Bodenseeschneiderei (Seestraße 42, Telefon 82 38 456)
    • Emre’s Änderungsschneiderei (Kaufhausstraße 7, Telefon 82 04 53)
    • Kinderstoffzimmer (St. Johannis Straße 16, Telefon 95 07 840)
    • Schneiderei Edda Michelberger (Seestraße 17, Telefon 82 33 440)
    • Theater-Zeller-Kultur (Telefon 8233941, info@zellerkultur.de)
    • Änderungsschneiderei Knopfloch (Löwengasse 28, Telefon 31 66)
 
Selbstgemachte Masken richtig benennen
In den vergangenen Tagen gab es Meldungen, dass Abmahnanwälte freiwillige Helferinnen und Helfer abgemahnt haben sollen, weil sie ihre Masken Mundschutz oder Mund-Nasen-Schutz genannt haben. Dies ist tatsächlich nach dem Medizinproduktegesetz nicht erlaubt, teilt die Landesregierung Baden-Württemberg mit. Das Verbot im Medizinproduktegesetz dient grundsätzlich dem Schutz vor irreführenden Bezeichnungen und damit letztlich dem Schutz der Bevölkerung. Dieser Schutzzweck hat grundsätzlich – auch zu Coronazeiten – weiterhin seine Berechtigung. Weitere Informationen zur richtigen Bezeichnung vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html   
 
Informationen an die Radolfzeller zum Thema Mund-Nasen-Schutz
Dr. med. Stefan Bushuven, Leitender Oberarzt Anästhesiologie/Krankenhaushygiene und Oberbürgermeister Martin Staab informieren die Radolfzeller Bürger über Mund-Nasen-Schutz in Zeiten der Corona-Pandemie mit einem Video.
 
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