Hohe Standortzufriedenheit der Unternehmen im Landkreis Konstanz

31.01.2017 | Vorstellung der Ergebnisse der Unternehmensbefragung im Landkreis Konstanz

Am Dienstag, 24. Januar 2017 wurden in den Räumlichkeiten des Milchwerks in Radolfzell die Ergebnisse der umfangreichen Unternehmensbefragung 2016 im Landkreis Konstanz vorgestellt. Zu dieser Veranstaltung hat die Wirtschaftsförderung des Landkreises die Unternehmen, Kreisräte sowie Oberbürgermeister und Bürgermeister aus dem Landkreis Konstanz eingeladen.

Im Vorfeld der Präsentation stellte Dörte Gensow von der grenzüberschreitenden Wirtschaftsförderungseinrichtung Bodensee Standort Marketing GmbH die Regionenmarke „Vierländerregion Bodensee" vor. In der Umfrage hatten alle teilnehmenden Unternehmen angegeben, dass die Regionenmarke einen positiven oder neutralen Einfluss auf den Landkreis sowie insbesondere auch den eigenen Betrieb hat.

Die offizielle Veranstaltung wurde mit einer Rede von Landrat Frank Hämmerle und Begrüßung durch den Oberbürgermeister der Stadt Radolfzell, Martin Staab, eröffnet. Anschließend präsentierte Josef Rother von der mit der Umfrage beauftragten Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH aus Marburg die Ergebnisse der Umfrage. Angeschrieben wurden etwa 2.500 Betriebe aus allen Branchen. Mit einer Rücklaufquote von rund 21 Prozent ist es nun möglich, Rückschlüsse zu jedem siebten Arbeitsplatz im Landkreis Konstanz zu treffen.
Die Umfrage zielte vor allem auf die Themen Standortzufriedenheit, Entwicklungspläne der Unternehmen und dem zukünftigen Bedarf an Fachkräften sowie Gewerbeflächen, Kooperationen sowie Anforderungen an die Wirtschaftsförderung ab. Unter dem Aspekt der Standortzufriedenheit schnitten die Punkte Straßenanbindung, Nähe zu den Hauptkunden sowie die Nahversorgung und das Kultur- und Freizeitangebot im Landkreis besonders gut ab. Erfreulich ist ebenfalls, dass die Gesamtzufriedenheit mit dem Standort den zweitbesten Wert der Standortfaktoren erreichte. Schwächen wurden in der Schienen- und Flughafenanbindung, der Verfügbarkeit und dem Preisniveau von Wohn- und Gewerbeflächen sowie der Anzahl verfügbarer Fachkräfte gesehen.

Bei den Entwicklungsplänen der Unternehmen stellte sich heraus, dass diese sehr dynamisch sind und zwei Drittel der teilnehmenden Unternehmen neue Beschäftigte einstellen wollen.
An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen Landrat Frank Hämmerle, Jutta Driesch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg, Joachim Kunz, Standortförderung der Handwerkskammer Konstanz sowie die beiden Unternehmer Clemens Fleischmann, Randegger Ottilien-Quelle GmbH und Hermann Püthe, inpotron Schaltnetzteile GmbH teil.

Landrat Frank Hämmerle sieht die Ergebnisse der Befragung als „Arbeitsaufträge an den Landkreis". Jutta Driesch möchte „Frauen als stille Reserven" aktivieren, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Auf die Frage, welche Maßnahmen sich die Podiumsteilnehmer im Bereich der Image-Werbung wünschen, waren sich Hermann Püthe und Joachim Kunz einig, dass die Vierländerregion Bodensee mehr ist als eine Urlaubsregion, deshalb sollte man die Region auch als Wirtschaftsstandort bekannt machen, um neue Fachkräfte in die Region zu bringen und halten zu können. Dieser Querverweis auf die Regionenmarke „Vierländerregion Bodensee", der den Wirtschaftsstandort und Lebensraum mit einer Wort-Bild-Marke vermarktet, bestätigt die Anstrengungen der Bodensee Standort Marketing GmbH wie auch der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landratsamtes dahingehend.

Für die Zukunft wünscht sich Clemens Fleischmann eine bessere Breitbandversorgung, sodass Unternehmen im Landkreis mit der Digitalisierung mitgehen können. In der Befragung wurde die Digitalisierung von den Teilnehmern als der wichtigste „Megatrend" für die Zukunft genannt.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion konnten sich die Teilnehmer an zahlreichen Infoständen über die Wirtschaftsförderung im Landkreis und ihre Partner informieren. Zum Informationsgespräch waren neben der Stabstelle Wirtschaftsförderung die Bodensee Standort Marketing GmbH, die Agentur für Arbeit, die Energieagentur Kreis Konstanz, die Clusterinitiative Bodensee und der Vierländerregion Bodensee Botschafterclub e.V. vertreten. Die IHK stellte einen Tisch mit Infomaterialien bereit.
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