Kreishandwerkerschaft

10.11.2015 | Bewährtes Team der Kreishandwerkerschaft voll Engagement am Start. Viele Herausforderungen für wiedergewählten Vorstand und Innungsvertreter.

Sie stellten sich nach den Neuwahlen bei der Kreishandwerkerschaft Westlicher Bodensee zum Gruppenbild, v.l.: Stellv. Geschäftsführer Handwerkskammer Konstanz Raimund Kegel, Kreishandwerkerschaft-Geschäftsführer Harald Liehner, Obermeister Elektro-Innung Konstanz Benno Schrödl, Kreishandwerksmeister Hansjörg Blender, Stellv. Kreishandwerksmeister Helmut Lempp, Obermeister-Stellv. Schreiner-Innung Konstanz Thomas Bruggner.
Weitere Vorstandsmitglieder, berufsbedingt nicht im Bild: Obermeister Baugewerbe-Innung Axel Regber, Obermeister Dachdecker-Innung Konstanz Axel Bartholz und Vorstandsmitglied der Bäcker-Innung Eric Stadelhofer | Foto: Gaby Hotz
 
Es gilt den Spagat zu halten zwischen dem gemeinsamen Entwickeln fördernder Strategien,  Diskussionen mit Vertretern der Politik sowie Terminen mit Handwerks- und Wirtschaftsorganisationen und Verbänden, um die Belange aller Handwerksbetriebe zu vertreten, die die Kreishandwerkerschaft Westlicher Bodensee mit den angeschlossenen Innungen vertritt, und dabei die Arbeit im eigenen Unternehmen nicht zu vernachlässigen. Bei der Mitgliederversammlung in Steißlingen mit anstehenden Neuwahlen waren sich die Innungsvertreter einig, dass Kreishandwerksmeister Hansjörg Blender, sein Stellvertreter Helmut Lempp und die weiteren Vorstandsmitglieder diese Aufgaben in ihrer bewährten und engagierten Weise fortführen sollen. Schwerpunkte sind hierbei die Förderung des Handwerkernachwuchses mit Gewinnung neuer Lehrlinge und fortlaufenden Optimierungen in der Ausbildung, die Integration von Flüchtlingen in möglichst viele Betriebe und die Bemühungen, Nachjustierungen so mancher neuer Gesetzesregelungen zu erreichen, die nicht praxisgerecht sind und den Bürokratieaufwand weiter in die Höhe treiben.
 
Mit der Handwerkskammer Konstanz ziehe man hierbei an einem Strang. Dies bestätigte auch der stellvertretende Geschäftsführer der Kammer Raimund Kegel, der gerade in den intensiven Bemühungen jugendliche und erwachsene Flüchtlinge in Praktika, Ausbildung und Arbeit bei Handwerksbetrieben zu bringen, mit dabei ist. Mit Hansjörg Blender und Helmut Lempp versucht man, beispielsweisemit Behörden, Vertretern von Städten und Landkreis, Berufsschulzentren, Helferkreisen und Wirtschaftsorganisationen, Möglichkeiten zu finden, Abläufe zu beschleunigen und das Thema Sprachförderung voranzubringen. „Die Sprache ist der Schlüssel für eine Ausbildung oder Arbeit – sie muss durch die Vermittlung von fachlichen Begriffen der jeweiligen Gewerke  ergänzt werden, um eine erfolgreiche Integration im Handwerk zu gewährleisten", betont der Kreishandwerksmeister. Auch wenn sich derzeit nahezu täglich etwas ändere, gelte es hier dran zu bleiben.
 
Zur Nachwuchsgewinnung gelte es, die attraktiven und modernen Berufsbilder im Handwerk mit ihren vielseitigen Karrieremöglichkeiten über viele Wege vorzustellen und die jungen Menschen wie auch Eltern, Lehrer usw. über diese zukunftssicheren und erfolgreichen Berufswege zu informieren. Beispiele verschiedener Gewerke zeigten, wie motiviert und kreativ die Handwerksvertreter an verbesserten Rahmenbedingungen und einem gelungenen Start in die Ausbildung schmieden. Nachdem die Veränderungen der Gestaltung der Freisprechungsfeier junger Gesellinnen und Gesellen in diesem Jahr gut ankamen, gab es bereits  Ideen zu weiteren Optimierungen. „Es ist uns wichtig, jeder und jedem Einzelnen unsere Wertschätzung für die erbrachte Leistung auszudrücken und den Junghandwerkern zugleich Anregungen für den weiteren beruflichen Werdegang zu geben", so Geschäftsführer Harald Liehner, der der Versammlung an diesem Abend auch einen geordneten Haushaltsplan für die anstehenden Aufgaben in 2016 vorstellte.
 
Dass es in der Bildungspolitik Fehlplanungen gebe und man Prognosen außer Acht lasse, die eine fatale Entwicklung hin zu zu vielen und damit arbeitslosen Akademikern und gleichzeitig sicheren aber zu wenig Fachkräften im Handwerk aufzeigen, ist eines der Themen, die Hansjörg Blender bei Wirtschaftsminister Nils Schmidt und anderen Politikern vorbrachte. In diesen Gesprächen ging es darüber hinaus um gesetzliche Regelungen, die besonders Betriebe zwischen 11 und 100 Mitarbeitern – „und damit viele unserer Handwerksbetriebe" - mit praxisfernen Vorgaben und weiterer Bürokratisierung belasten. Er empfahl den Innungsvertretern, solche Themen aufmerksam zu verfolgen und sich, beispielsweise zum Thema Erbschaftssteuer, schon frühzeitig schlau zu machen.
 
Die folgende angeregte Diskussion zeigte, dass alle Mitglieder der Kreishandwerkerschaft bereit sind, sich den Belangen ihres Berufsstandes zu stellen und  sich für die Innungsbetriebe auch weiterhin engagiert einzusetzen.
 
Gaby Hotz
 
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