Quartier Kapuzinerweg

 Bild: Plessing

Das Areal nahe des Seeufers, in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, zum Zentralen Omnibusbahnhof und zum Stadtgarten sowie unweit der Halbinsel Mettnau umfasst etwa 8800 Quadratmeter. Bild: Plessing

Ein Ergebnis der zweiten Bürgerbefragung im Rahmen des Stadtentwicklungsprozesses mit über 3500 Bürgern war unter anderem der Wunsch nach einer Stärkung des Einzelhandels in Radolfzell. Die Stärkung der nördlichen Innenstadt wie etwa durch das seemaxx und die Neuausrichtung im Bereich des Gerberplatzes haben dazu geführt, dass das Gebiet in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof weniger frequentiert wird.

 

Ein zentraler Baustein für die Entwicklung einer noch attraktiveren Innenstadt ist die Entwicklung der Fläche am Kapuzinerweg, insbesondere bei der ehemaligen Paketposthalle und dem benachbarten ehemaligen Veterinäramt. Um das Areal wieder zu beleben, wurde im April 2016 ein Investorenwettbewerb „Quartier Kapuzinerweg“ im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung ausgelobt.

 

Südliche Innenstadt beleben

Ein wesentliches Ziel der Quartiersentwicklung am Kapuzinerweg ist die Gewinnung neuer Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe, welche gegenwärtig nicht in der Innenstadt Radolfzells vertreten sind. Das neue Quartier soll primär zu einer Stärkung der südlichen Altstadt führen und durch die Ansiedlung attraktiver Einzelhandels- und Dienstleistungsnutzungen zu einer Erhöhung der Kunden- bzw. Besucherfrequenz beitragen.

 

Ein weiteres Ziel des Wettbewerbs war die städtebauliche Aufwertung des Gesamtareals, denn auch die provisorische Nutzung der Freiflächen als Parkplatz ist auf Dauer städtebaulich nicht zufriedenstellend. „Dieses Areal am Kapuzinerweg ist derzeit ein Schandfleck und sollte schnellstmöglich deutlich repräsentativer werden. Die Lage am Bodensee ist ein hohes Gut für unsere Stadt, das wir auch durch ansehnliche Bebauung in unmittelbarer Nähe des Sees pflegen sollten“, sagt Oberbürgermeister Martin Staab.

 

Klare Vorgaben für Investoren

Dieser besonderen Lage ist sich auch der Gemeinderat bewusst und hat möglichen Investoren entsprechende Vorgaben für ihre Konzeptionen gemacht. Sie sahen eine vorrangige Nutzung durch den Einzelhandel vor; aber auch Büros, Einrichtungen für soziale und gesundheitliche Zwecke, Gastronomie, Touristische Nutzungen (z.B. Hotel), kulturelle Nutzungen und eine untergeordnete Ansiedlung von Wohnungen waren denkbar. Die Bebauung sollte sich an die Umgebung und die Altstadt anpassen und die bestehenden Strukturen baulich ergänzen. Besonders wichtig war, dass die Ideen der Investoren die wichtigen Blickachsen zum See zu betonen sollten. Auch Vertreter des Radolfzeller Einzelhandels wurden angehört und deren Aspekte flossen in den Prozess ein.

 

Bis zum August 2016 hatten Interessenten Zeit, sich mit Konzepten für den Kauf der städtischen Grundstücke zu bewerben. Neun Investoren reichten insgesamt zehn Konzepte ein. Die Verwaltung hat anschließend in Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsbeirat alle Arbeiten bewertet und eine Vorauswahl getroffen. Drei der Konzepte wurden vom Gestaltungsbeirat als gute Entwürfe für eine Weiterarbeit empfohlen und im Gemeinderat beraten.

 

Wettbewerb abgebrochen

Nach ausgiebiger Beratung der eingereichten Konzepte entschied der Gemeinderat im Mai 2017, das laufende Investorenausschreibungsverfahren abzubrechen. Ausdrücklicher Wunsch der Verwaltung und des Gemeinderates war, sämtliche Entwürfe auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Wettbewerbsrechts regelt jedoch, dass eine Veröffentlichung der Entwürfe in diesem Prozessschritt nicht zulässig ist.

 

Für das „Kapuzinerareal“ soll nun nach dem Beschluss über einen zentralen Seezugang ein städtebaulicher Ideenwettbewerb ausgeschrieben werden. Dieser soll dann auch die Flächen bis zum Bereich der Güterhallen enthalten.

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