Machbarkeitsstudie für Radschnellverbindung

07.11.2019 | Landratsamt informiert über Radschnellverbindung

 

Etwa 50 interessierte Bürger nahmen im Oktober am Workshop zur Radschnellverbindung zwischen Konstanz, Radolfzell und Singen teil. Im Frühjahr 2019 beauftragte das Landratsamt Konstanz eine Machbarkeitsstudie für eine interkommunale Verbindung im Landkreis Konstanz. Gegenstand der Untersuchung ist die Prüfung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit der Strecke. Hierbei wird ermittelt, ob und wo die notwendigen Potentiale vorhanden sind.

Gegenstand der laufenden Analyse ist die Ermittlung eines Kosten-Nutzen-Faktors sowie ein möglicher Trassenverlauf.  In diesem Zusammenhang wurden die Radolfzeller Bürger um Ideen und Vorschläge gebeten, wo im Stadtgebiet eine solche Trasse verlaufen könnte. Dabei werden im Rahmen der Kosten-Nutzen-Analyse mehrere Faktoren ermittelt. Dazu zählen beispielsweise die Anzahl der Einwohner im Einzugsbereich, Verkehrsbelastungen, die Schutzwürdigkeit von Landschaft und Natur, Topographie oder die mittleren Zeitverluste pro Kilometer durch Anhalten und Warten. Die Mindestvoraussetzung für eine Radschnellverbindung sind 2.000 potentielle Radfahrer im Alltagsradverkehr. Darüber hinaus müssen mindestens 80% der Strecke im  Radschnellwegstandard ausgebaut werden können. Der notwendige Qualitätsstandard entspricht im Zweirichtungsverkehr einer Breite von 4 Metern und im Einrichtungsverkehr einer Breite von 3 Metern.  Zusätzlich ist eine Trennung von Fußgängerverkehren auf getrennten Gehwegen erforderlich. Innerorts können Radfahrstreifen oder Fahrradstraßen als Führungsform zum Einsatz kommen. Die Herausforderung für eine mögliche Trassenführung sind die städtebauliche Integration in Markelfingen, Radolfzell und Böhringen sowie die landschaftliche und flächenschonende Einbindung entlang des Bodenseeufers.

 

Ziel der Untersuchung ist der Nachweis, ob die notwendigen Standards erreicht und die notwendigen Potentiale für die Planung einer solchen Verbindung nachgewiesen werden können. Die Untersuchungen laufen noch bis Mitte 2020. Das Ergebnis wird durch das Landratsamt und die Stadt Radolfzell veröffentlicht. Die Studie wird durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

21.10.2019 | Der Landkreis Konstanz hat ein kreisweites Radverkehrskonzept erarbeitet und im Frühjahr 2019 eine Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung zwischen Konstanz, Radolfzell und Singen in Auftrag gegeben. Das Ergebnis der Studie wird am 23.10.2019 um 18 Uhr im Milchwerk Radolfzell vorgestellt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

Fahrradfahren ist praktisch, gesund und gut für die Umwelt. Aus diesem Grund wird die Nutzung des Fahrrads nicht nur in der Freizeit, sondern auch auf alltäglichen Wegen immer beliebter.

 

Um diesen Trend zu stützen, ließ der Landkreis Konstanz ein kreisweites Radverkehrskonzept erarbeiten. Im Frühjahr 2019 beauftragte das Landratsamt die Planungsbüros VIA eG und brenner Bernard GmbH mit der Durchführung einer Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung zwischen Konstanz, Radolfzell und Singen. Die Studie wird durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

 

Radschnellverbindungen verstehen sich als ergänzendes Angebot zum übrigen Radverkehrsnetz und richten sich insbesondere an Pendelnde, die im Alltag hohe Entfernungen mit dem Fahrrad zurücklegen. Um eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 20 km/h zu erreichen, sollen Radschnellverbindungen direkt und steigungsarm geführt werden und mit hoher Oberflächenqualität ausgestattet sein.  Die Breiten ermöglichen das Nebeneinander-fahren und Überholen sowie das störungsfreie Begegnen. Dies bedeutet, dass Radschnellverbindungen im Zweirichtungsverkehr mit einer Breite von 4,00 m und im Einrichtungsverkehr mit einer Breite von 3,00 m ausgeführt werden. Sie können ebenso wie die übrigen Radverbindungen selbstständig, straßenbegleitend oder auf Nebenstraßen geführt werden. Für zu Fuß Gehende wird in der Regel ein eigener Gehweg zur Verfügung gestellt.

 

Die Aufgabe der laufenden Machbarkeitsstudie ist es, unter Berücksichtigung laufender Infrastruktur- und Stadtentwicklungsprojekte sowie naturschutzrechtlicher Belange die Umsetzbarkeit einer solchen qualitativ hochwertigen Verbindung zwischen den Städten Konstanz, Radolfzell und Singen sowie den Gemeinden Allensbach und Reichenau zu prüfen.

 

Gemeinsam mit einer Steuerungsgruppe, in der neben den Fachämtern des Landkreises Konstanz auch die betroffenen Städte und Gemeinden, mehrere Interessenverbände für Mobilität und Umweltschutz, die Polizei und die Schweizer Nachbargemeinde Kreuzlingen sowie der Kanton Thurgau vertreten sind, wurden bereits erste mögliche Trassenverläufe entwickelt. Im Rahmen von drei Öffentlichkeitsveranstaltungen erhalten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, diese Trassenvorschläge einzusehen und mit den beauftragten Planungsbüros zu diskutieren.

Kontakt

Moritz Schade | Bürgerbeteiligung
Büro Oberbürgermeister
Marktplatz 2 | 78315 Radolfzell am Bodensee
   
moritz.schade@radolfzell.de
   
Tel. 07732 | 81-108  Mo - Di und Do - Fr | 8.00 - 12.00 Uhr
Fax 07732 | 81-400 und nach Terminvereinbarung