Villa Bosch

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Genutzt wird die Villa Bosch für Ausstellungen und Konzerte.

 

Der Kunstverein Radolfzell e.V. und das Kulturbüro bieten im Wechsel interessante Ausstellungen an.

Mit Testament von 1881 vermachte die Witwe Maria Theresia Bosch ihren gesamten Nachlass einschließlich der Villa Bosch in der Scheffelstraße der Stadt Radolfzell mit Auflage, das gestiftete Vermögen zur Gründung einer Mädchenschule zu verwenden.
Die städtische Frauenarbeitsschule wurde im Jahre 1901 staatlich genehmigt und im alten Schulhaus "Hinter der Burg" eingerichtet.

Sie bestand bis 1950, also fast ein halbes Jahrhundert.

 

Durch die Inflation 1923 und die Währungsreform von 1948 wurde das gestiftete Kapital fast völlig entwertet.

 

Die Villa Bosch ging zeitweise in den Besitz der Deutschen Reichsbahn über. 1987 erwarb die Stadt Radolfzell  das Gebäude zurück und führte eine stilgerechte Innen- und Außenrenovation durch. Am 19. Dezember 1988 wurde das Haus seiner jetzigen Bestimmung übergeben.

"Irritationen" | 14. Januar bis 12. März 2017

Ausstellung des Kunstvereins Radolfzell

Véronique Verdet - Zeichnungen, Rauminstallationen und Soundkompositionen

Hans Lankes - Messerschnitte und Installationen

 
 Bild: Hans Lankes
 Bild: Véronique Verdet

Véronique Verdet

erkundet in ihrem vielfältigen Schaffen das Spannungsfeld zwischen Zeichnung, Objektkunst und Rauminstallation. In teils großformatigen Tusche- und Farbstiftarbeiten sowie Collagen und Serien lotet sie mittels abstrakter Strukturen das Verhältnis von Masse und Individuum aus. Ihre komplexen, aus verschiedenen Fundstücken und Materialien akribisch gestalteten Installationen intervenieren auf hintersinnige Weise in den Raum und verstehen sich als konzeptuell angelegte Untersuchungen zu gesellschaftlichen, politischen und existentiellen Fragestellungen. Zugleich sind sie immer auch kritische Statements zu Entwicklungen und Phänomen unserer Gegenwart und befassen sich mit aktuellen Themen wie etwa Terror oder Flüchtlingskrise. Eigens erschaffene Soundkompositionen mit Geräuschen und Klängen aus Natur und Umwelt erweitern unsere Wahrnehmung in akustische Dimensionen. Stets changieren Verdets aussagekräftige Werke zwischen scheinbarer Harmlosigkeit und irritierender Beklemmung. Die 1967 im südfranzösischen Le Cannet geborene Künstlerin lebt und arbeitet in Saarbrücken.

 

Hans Lankes

entwirft in seinenebensofigurativen wie rein formalen Messerschnitten eigentümlich irrationale Bildwelten mit stark surrealer Wirkung. Durch virtuosen Einsatz von Skalpell und Cutter gelingen ihm in der alten Technik des Papierschnittes suggestive Arbeiten, die den Betrachter an die Schwelle zwischen Wirklichkeit und Traum, Realität und Phantasie entführen. Personen erscheinen wie Fabelwesen zwischen Mensch und Tier, Gebäude und Landschaften verdichten sich zu rätselhaften Gebilden und geheimnisvollen Orten. Durch raffinierte Montage an der Wand entwickeln die mehrschichtigen, teils eingefärbten Arbeiten einen plastischen und zugleich installativen Reiz. Bezaubern Lankes Darstellungen auf den ersten Blick durch ihren spielerisch-offenen Charakter, so schwingen bei näherer Betrachtung vielfach ein irritierendes Unbehagen, ein abgründiger Unterton mit. Der 1961 in Bogen in Niederbayern geborene Künstler lebt und arbeitet in Eilsbrunn bei Regensburg.

Kontakt

Villa Bosch
Scheffelstraße 8 | 78315 Radolfzell am Bodensee
   
kulturbuero@radolfzell.de
   
Tel. 07732 | 81-371  Di - So + Feiertage|  14.00 - 17.30 Uhr
Fax 07732 | 81-407 Montag geschlossen

Geänderte Öffnungszeiten

 

Die Villa Bosch bleibt am Schmutzigen Dunschtig, 23.02. und Fasnet-Mäntig, 27.02.2017 geschlossen.