Anke Dill, Violine in Stuttgart geboren, studierte Violine bei Nora Chastain, Shmuel Ashkenasi, Yair Kless und Donald Weilerstein. Die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Geigerin konzertiert als Solistin und Kammermusikerin in verschiedensten Besetzungen in ganz Europa, Japan, China und Amerika. So ist sie auf Festivals wie "Schleswig Holstein Festival", "Brahms Festival", den Salzburger Festspielen, beim Rencontres Musicales de Haute Provence, in den USA beim "Aspen Music Festival" in Colorado, in großen Konzertsälen wie Hamburger Laeiszhalle, Liederhalle Stuttgart, u.a. zu Gast. Konzerte mit namhaften Solisten, CD-Produktionen, sowie Radio- und Fernsehaufzeichnungen dokumentieren ihre künstlerische Vielseitigkeit. Mit Jacob Leuschner spielte sie mehrfach die Zyklen sämtlicher Mozart, Beethoven und Schubert Werke für Klavier und Violine. Ihre Lehrtätigkeit begann sie 2001 an der Musikhochschule Lübeck. Als Dozentin unterrichtet sie auf den Meisterkursen der Internationalen Sommerakademie in Lenk (Schweiz). 2004 wurde sie auf eine Professur für Violine an die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart berufen. 2009 gründete sie mit Ulf Schneider, Barbara Westphal, Volker Jacobsen und Gustav Rivinius das Bartholdy Quintett.
Prof. Claus Kanngiesser, Violoncello wurde in Oldenburg geboren, wuchs in einem reichhaltigen musikalischen Umfeld auf und studierte in Hamburg bei dem Feuermann-Schüler Heinrich Schüchner und in New York an der Juilliard School bei der großen Cellistin Zara Nelsova. Weitere künstlerische und menschliche Inspiration erhielt er durch Pablo Casals,
Gaspar Cassado, Lord Yehudi Menuhin und Rudolf Serkin. Nach dem Gewinn des ersten „Jugend musiziert“ Wettbewerbs in Berlin war Claus Kanngiesser Preisträger in bedeutenden internationalen Wettbewerben wie München, New York und Paris. Sein Debut spielte er mit Yehudi Menuhin im Brahms-Doppelkonzert. Dadurch entfaltete sich bis heute eine rege solistische und kammermusikalische Karriere mit führenden Orchestern weltweit. Er war und ist Gast bedeutender Festivals wie Spoleto, Neapel, Marlboro, Berlin, Bonn, Schleswig-Holstein, Hitzacker. Als Kammermusiker spielte er im Stuttgarter Klaviertrio mit Rainer Kussmaul und im Klarinettentrio „Trio Paideia“. Er gründete Kammermusikfestivals in Homburg/Saar und Sessa Aurunca/Italien und prägte als künstlerischer Leiter die „ Sommerlichen Musiktage Hitzacker“.
1971 wurde Claus Kanngiesser als damals jüngster Professor Deutschlands Nachfolger M.Gendron’s an der Musikhochschule Saarbrücken. 1987 wechselte er an die Hochschule für Musik und Tanz Köln, dort bekleidete er zusätzlich das Amt des stellvertretenden Rektors. Seine weit über hundert Schüler spielen in hochklassigen Orchestern, unterrichten erfolgreich und verbreiten die große Tradition des Violoncellospiels, die ihr Lehrer vermittelt bekam.
Als Jurymitglied wirkte Claus Kanngiesser in fast allen bedeutenden internationalen Wettbewerben mit. Er ist Urtext-Herausgeber wichtiger Violoncelloliteratur beim Henle-Verlag. Sein Konzertinstrument ist ein David Tecchler-Violoncello aus Rom, gebaut im Jahre 1724.
Carmen Piazzini, Klavier entstammt einer bekannten Künstlerfamilie in Buenos Aires, in deren Haus Persönlichkeiten wie Arrau, Backhaus, Gieseking, Rubinstein oder Toscanini ein- und ausgingen. Ihr aus Italien stammende Großvater, ein enger Freund Puccinis, hatte in Argentinien das renommierte Konservatorium „Thibaud-Piazzini“ gegründet. Carmen Piazzini selbst wurde bereits als Kind als talentierte Pianisstin entdeckt und unterrichtet. Schon mit 15 Jahren war sie eine weltweit gefeierte Pianistin, die mit einem ungewöhnlich großem Repertoire aufhorchen ließ. Nach der Übersiedlung nach Deutschland wurde sie von Hans Leygraf und Wilhelm Kempff über viele Jahre gefördert. Konzertsaal, Rundfunk, Fernsehen und Schallplatte belegen eine eindrucksvolle solistische Karriere mit einem breit gefächertem Repertoire, das von der Klassik bis zur zeitgenössischen Musik reicht. Sie hat über 50 CDs eingespielt, darunter Gesamtaufnahmen von Mozart (sämtliche Klaviersonaten und Klavierkonzerte), Haydn (alle Klaviersonaten), Beethovern (alle Klavierkonzerte) und Mendelssohn-Bartholdy (Lieder ohne Worte), auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Komponisten sowie etwas abseits der Klassik „Piazzini plays Piazolla“. Im Laufe der Jahre war sie auch immer mehr pädagogisch tätig, zuletzt als Professorin an der Musikhochschule Karlsruhe.