Integriertes Klimaschutzkonzept

 Integriertes Klimaschutzkonzept - Ausschnitt

1 Zusammenfassung

 

1.5 Potenziale Erneuerbare Energien und Abwärme

 

Es wurden die technisch-ökologischen 7 Potenziale der erneuerbaren Energien abgeschätzt, die auf Stadtgebiet erschlossen werden könnten. Der heutige und zukünftige Wärmebedarf wurde mit dem oben beschriebenen Modell anhand von Stadtraumtypen ermittelt. (Detaillierte Informationen sind im Anhang E.3 zufinden.) Heute deckt der lokal produzierte Strom aus erneuerbaren Energien lediglich rund 3% der Stromnachfrage. Unter Ausschöpfung aller städtischen Potenziale bis 2050 könnte die Nachfrage zu 60% aus lokaler Produktion mit erneuerbaren Energien gedeckt werden, die restlichen Anteile sind hier zu je 50% aus überregionaler Wasserkraft und Windkraft vorgesehen. Heute werden rund 3 % des Wärmebedarfs mit lokalen erneuerbaren Energien gedeckt. Gemäss der Modellrechnung könnte dieser Anteil bis ins Jahr 2020 auf rund 12 % steigen. Werden die lokal verfügbaren Potenziale an Energieeffizienz sowie an erneuerbaren Energien und Abwärme vollständig ausgeschöpft, so können bis 2050 theoretisch rund 96% des gesamten Wärmebedarfs gedeckt werden. Diese Betrachtung lässt ausser Acht, dass ein Teil der gewonnenen Wärme noch nicht das für Prozesswärme geforderte Temperaturniveau erreicht. Den grössten Anteil können im Jahr 2050 die Solarthermie und die Nutzung der Umweltwärme bereitstellen. Aufgrund der vorliegenden Kenntnisse muss davon ausgegangen werden, dass die geologischen Voraussetzungen in Radolfzell für eine niedrigthermale Geothermieanlage für Wärmeerzeugung nicht gegeben sind. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit mit einer Hot-Dry-Rock-Geothermieanlage Strom und Wärme zu produzieren. Diese Technologie befindet sich jedoch noch in Entwicklung und kann erst nach 2020 allenfalls in Betracht gezogen werden. 

 Abb. 2: Nutzung und Potenzial der auf Stadtgebiet verfügbaren erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung im Vergleich zur erwarteten Entwicklung der Stromnachfrage

Abb. 2: Nutzung und Potenzial der auf Stadtgebiet verfügbaren erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung im Vergleich zur erwarteten Entwicklung der Stromnachfrage

 Abb. 3: Potenziale der lokal verfügbaren erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung bei Ausschöpfung der Effizienzpotenziale im Gebäudebereich

Abb. 3: Potenziale der lokal verfügbaren erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung bei Ausschöpfung der Effizienzpotenziale im Gebäudebereich

Kontakt

Markus Toepfer | Stadtplanung
Fachbereich Stadtplanung und Baurecht
Güttinger Straße 3 | 78315 Radolfzell am Bodensee
 
markus.toepfer@radolfzell.de
   
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