Klimaschutzteilkonzept Integrierte Wärmenutzung für die Stadt Radolfzell

Das Klimaschutzteilkonzept wird zu 50 % durch das Bundesumweltministerium (BMU) aus Mitteln der Klimaschutzinitiative gefördert.

 

Förderkennzeichen: 03K00231

Laufzeit: 01. März 2015 bis 31. März 2016

 

Beteiligte Partner: Stadtwerke Radolfzell

 

Auftragnehmer: K.GREENTECH GmbH, München

Ziel und Inhalt

Der Klimawandel und die Verknappung der fossilen Rohstoffe sind zwei der größten Herausforderungen unserer Zeit. Nur wenn sich lokale Akteure gemeinsam an zielgerichteten Maßnahmen beteiligen, sind messbare und wirksame Erfolge bei der Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen und der Loslösung von endlichen Rohstoffquellen zu erzielen.

 

Die Stadt Radolfzell ist in diesem Bereich bereits sehr engagiert und seit Oktober 2010 mit dem european energy award (eea) ausgezeichnet. Ziel der Stadt ist es, bis 2020 die 20-20-20 Vorgaben der EU zu erreichen (20% Steigerung Energieeffizienz, 20% Anteil erneuerbare Energie, 20% Reduktion der Treibhausgasemissionen gegenüber dem Stand von 1990) sowie als Mitglied des europäischen Klimabündnis den CO2-Ausstoss um 50% zu reduzieren. Als langfristiges Ziel wird bis zum Jahr 2050-2070 die 2000-Watt- und 1-Tonne-CO2-Gesellschaft angestrebt.

 

Als sinnvolle Ergänzung und Vertiefung des im Jahr 2011 abgeschlossenen Klimaschutzkonzeptes hat die Stadt Radolfzell nun mit Hilfe eines Klimaschutzteilkonzeptes Integrierte Wärmenutzung das Handlungsfeld Wärme genauer beleuchtet und vertieft.

 

Zielsetzung des Konzeptes ist es die unterschiedlichen Energieträgerangebote mit den verschiedenen Wärme- und Kältebedarfen aufeinander abzustimmen. Konkret geht es darum, die Nutzungsmöglichkeiten klimaschützender Wärmeoptionen wie die Kraft-Wärme-Kopplung, den Betrieb von Nahwärmenetzen, die Nutzung industrieller Abwärme und den Einsatz regenerativer Wärmeerzeugungsoptionen zu erfassen und zu bewerten. Die Stadt Radolfzell erhält im Ergebnis einen strategischen Wärmeversorgungsplan unter Beachtung ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte.

Die wesentlichen Bausteine des Vorhabens sind:

  • Erstellung einer Energie- und Treibhausgasbilanz auf Grundlage bestehender Rahmenbedingungen und aktueller Verbrauchsdaten
  • Potenzialanalyse zur Ermittlung räumlicher Wärmeoptionen und Analyse geeigneter Technologien zur Nutzung
  • Akteursbeteiligung zur gemeinsamen Diskussion, Abstimmung und Vertiefung von Maßnahmen
  • Erstellung eines Maßnahmenkatalog für sinnvolle Einzelmaßnahmen (Nahwärmenetze, Nutzung regenerativer Energien) auf Basis der erstellten Potenzialanalyse
  • Controlling-Konzept zur Evaluierung von Maßnahmen und Aktivitäten
  • Kommunikationsstrategie, die aufzeigt, wie einerseits die Inhalte des Klimaschutzteilkonzepts in der Bevölkerung sowie bei weiteren relevanten Akteuren verbreitet werden können

Kontakt

Markus Toepfer | Stadtplanung
Fachbereich Stadtplanung und Baurecht
Güttinger Straße 3 | 78315 Radolfzell am Bodensee
 
markus.toepfer@radolfzell.de
   
Tel. 07732 | 81-303 Mo - Fr |   8.00 - 12.00 Uhr 
Fax 07732 | 81-405  Mo - Do | 14.00 - 16.00 Uhr 
  und nach Terminvereinbarung