Die 2000-Watt-Gesellschaft

 

Jeder und jede von uns verbraucht dreimal so viel Energie, wie es die weltweiten Energiereserven zulassen und wie von der Umweltbelastung her vertretbar ist. Klar ist: Wir leben auf Kosten anderer Länder und kommender Generationen. Darum will Radolfzell die Vision 2000-Watt-Gesellschaft umsetzen. Das Ziel ist, den Energieverbrauch pro Kopf kontinuierlich auf 2000 Watt zu reduzieren und pro Person nicht mehr als eine Tonne CO2 pro Jahr zu verursachen – und das möglichst bis zum Jahr 2050. In Zukunft sollen drei Viertel der konsumierten Energie aus regenerativen Energiequellen stammen, zum Beispiel aus Solarenergie, Biomasse oder Geothermie.

 

Gerecht

17.500 Kilowattstunden pro Jahr: So viel braucht der Mensch im globalen Mittel. Dies entspricht einer kontinuierlichen Leistung von 2000 Watt. Wir brauchen dreimal so viel – denn Deutschland ist heute eine 6000-Watt-Gesellschaft. Dies kann sich in Zukunft nur noch ein Teil unserer Gesellschaft leisten. Im Gegensatz dazu leben die Menschen in einigen Ländern Asiens und Afrika mit einem Bruchteil davon.

 Balkendiagramm "Watt pro Person - in verschiedenen Ländern" | Bild: Novatlantis - www.novatlantis.ch

Balkendiagramm "Watt pro Person - in verschiedenen Ländern" | Bild: Novatlantis - www.novatlantis.ch

Komfortabel

Auch in der 2000-Watt-Gesellschaft muss niemand auf Lebensqualität verzichten. Im Gegenteil: Sicherheit und Gesundheit, Komfort und individuelle Entwicklung der

Menschen verbessern sich, die Einkommen sind gesichert.

Doch es braucht entschiedenes Handeln.

 

Das heißt:

 

• Energie und Materialien effizienter nutzen

• Erdöl und Erdgas durch erneuerbare Energieträger ersetzen

• Neue Lebensformen pflegen: „Nutzen statt besitzen“

• Bauten und Anlagen professionell planen und sanieren.

 

Machbar

Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich belegen, dass die 2000-Watt-Gesellschaft machbar ist. Dies zeigen Hochrechnungen zu den weitgehend unausgeschöpften Effizienz- und Ersatzpotenzialen. Umstellen muss und kann man sich aber nicht von heute auf morgen. Damit die Vision in zwei bis drei Generationen Realität wird, müssen wir jetzt die Richtung wechseln. Gemeinsam mit uns haben sich sechs Städte um den See (Schaffhausen, Singen, Konstanz, Überlingen, Friedrichshafen und  Feldkirch) ebenfalls auf den Weg gemacht.

 Diagramm "Nutzung Energieträger pro Jahrzehnt" | Bild: Novatlantis - www.novatlantis.ch

Diagramm "Nutzung Energieträger pro Jahrzehnt" | Bild: Novatlantis - www.novatlantis.ch

Einleuchtend

Ein Vergleich: Heute verbraucht jeder und jede Einzelne von uns genau so viel Energie, wie 60 100-Watt-Glühbirnen, die dauernd brennen. Das größte Potential zur Reduktion liegt in dem Bereich Wohnen und Arbeiten. Wird die 2000-Watt-Gesellschaft umgesetzt, kommen wir mit weniger als einem Drittel der heutigen Energiemenge aus.

 

Vernünftig

Gratis ist die 2000-Watt-Gesellschaft nicht zu haben. Aber letztlich fahren wir alle günstiger, wenn wir weniger Energie brauchen und weniger Treibhausgase ausstoßen, als die Folgekosten des vom Menschen verursachten Klimawandels zu bezahlen.

 Balkendiagramm "Energiebedarf 4 Personen Haushalt" | Bild Novatlantis - www.novatlantis.ch

Balkendiagramm "Energiebedarf 4 Personen Haushalt" | Bild: Novatlantis - www.novatlantis.ch

Kontakt

Matthias Putzke | Klima- & Umweltschutz
Strategische Steuerungsunterstützung
Marktplatz 2 | 78315 Radolfzell am Bodensee
 
matthias.putzke@radolfzell.de  
   
Tel. 07732 | 81-117 Mo - Fr |   8.00 - 12.00 Uhr 
Fax 07732 | 81-400  Do | 14.00 - 16.00 Uhr 
  und nach Terminvereinbarung