Maiswurzelbohrer im Landkreis Konstanz entdeckt
Besorgt beobachten Landwirte im Landkreis Konstanz die Wiederentdeckung des Maiswurzelbohrers, dessen Larven die Wurzeln der Maispflanzen schädigen und zu großen Ernteausfällen führen können.
Bereits im Jahr 2009 waren in der Nähe des Singener Güterbahnhofs mehrere Käfer gefunden worden. Die Ausbreitung des Schädlings konnte damals verhindert werden. Nun wurde der Käfer am nördlichen Ortsrand von Singen sowie im Bereich des Industriegebietes Hard bei Steißlingen erneut entdeckt.
Die Fundorte in der Nähe von Autobahnen legen nahe, dass die Insekten über den Transitverkehr eingeschleppt worden sein könnten. In Baden-Württemberg als wichtige Transitregion für den Güterverkehr besteht ein besonders großes Einschleppungsrisiko aus den südlichen und östlichen Befallsländern innerhalb der EU. Massive Schäden waren in den letzten Jahren etwa aus der Po-Ebene und aus Ungarn gemeldet worden.
Der Maiswurzelbohrer ist weltweit einer der bedeutendsten landwirtschaftlichen Schädlinge. Er ist von der EU als gefährlicher Quarantäneschadorganismus eingestuft. Bei einem Befall haben die Mitgliedstaaten verschiedene Bekämpfungs- und Überwachungsmaßnahmen umzusetzen.
Das Landratsamt Konstanz - Amt für Landwirtschaft Stockach - hat in einer Allgemeinverfügung die erforderlichen Maßnahmen angeordnet. Hierzu gehört die Einrichtung von zwei Befallszonen mit jeweils einem Kilometer Radius um die beiden Fundorte der Käfer. In den Befallszonen darf in den Jahren 2012 und 2013 kein Mais angebaut werden. Außerdem bleibt die bereits im Jahr 2009 verfügte Sicherheitszone bestehen. In der Sicherheitszone ist auf Flächen, die im Jahr 2011 mit Mais bestellt waren, im Jahr 2012 jeglicher Maisanbau untersagt.
Weitere Informationen:
Amt für Landwirtschaft Stockach
Winterspürer Straße 25
78333 Stockach
Telefon 07531/800-2966