Solartankstelle Radolfzell
Kostenlos parken und Energie tanken, mitten in Radolfzell.
Das Parkdeck in der Friedrich-Werber-Straße direkt am Radolfzeller Bahnhof ist die Anlaufstelle für Elektromobile in Radolfzell und Umgebung.
Die Solartankstelle, die schon 1992 eingerichtet und nun saniert wurde, steht seit Mai 2009 mit optimaler Ausrichtung zur Sonne und vor allem zentrumsnah für Pkws, Roller, Segway und elektrisch unterstützte Fahrräder zur Verfügung. Seitdem können die elektrischen Fortbewegungsmittel an zwei Zapfstellen Tag und Nacht gebührenfrei parken und wieder betankt werden. Der nötige Strom wird kostenlos von der Stadt Radolfzell zur Verfügung gestellt.
Die Stadt Radolfzell hat bereits vor 17 Jahren eine Solartankstelle auf dem ehemaligen Mayer-Areal eröffnet. Die Anlage fiel allerdings dem Vandalismus zum Opfer. Aufgrund der Beschädigungen konnte zwar noch Strom in das öffentliche Netz eingespeist allerdings wurde die Zapfanlage in Mitleidenschaft gezogen, sodass die Elektrofahrzeuge nicht mehr einwandfrei betankt werden konnten.
Daraufhin wurde ein neuer Standort gesucht und am 10. Mai 2009 konnte die sanierte Solartankstelle zentrumsnah auf dem Parkdeck am Bahnhof in Radolfzell wieder eröffnet werden. Die Kosten des Umbaus beliefen sich auf rund 6.000,- Euro, eine Investition, die sich auf jeden Fall lohnt, wenn man bedenkt, dass die Fotovoltaikanlage im Durchschnitt jährlich 1150 kWh produziert. Der nicht gezapfte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist.
Ziel ist es Radolfzell als Akkuladestation für Elektromobile attraktiver zu gestalten und die Nutzung klimaneutraler Stromquellen zu fördern. Somit stellt die Solartankstelle sogar ein Teilprojekt des European Energy Awards dar, an dem die Stadt teilnimmt.
Seit der Inbetriebnahme der Anlage 1992 wurden rund 18.000 kWh produziert, was dem mittleren Stromverbrauch einer vierköpfigen Familie in 5 Jahren entspricht. Übertragen auf eine Einfamilienhaussituation würde das bedeuten, dass 40m² Dachfläche ausreichen, um den gesamten Strombedarf des Haushalts und den Energiebedarf für einen elektrobetriebenen Kleinwagen, wie z. B. ein E-Smart mit einer Laufleistung von 10.000km im Jahr, zu decken.