Vorschau Sonderausstellungen 2010
Triumphzug, Prunkgefäß und Plauderstündchen
7. Mai bis 26. September 2010
Kunstausstellungs-Trilogie beginnt mit Raritäten aus Biedermeier und Historismus
Die Stadt Radolfzell am Bodensee bereitet eine bedeutende Ausstellungs-Trilogie vor, die sich unterschiedlichen Bereichen aus Kunst und Kunsthandwerk widmet. Die erste Sonderausstellung im Stadtmuseum vom 7. Mai bis 26. September 2010 trägt den Titel „Triumphzug, Prunkgefäß und Plauderstündchen“ und zeigt Raritäten aus Biedermeier und Historismus.
Kernbestand ist eine hochkarätige und umfangreiche Privatsammlung, die bislang in der Öffentlichkeit nicht gezeigt wurde und nur in Radolfzell präsentiert werden wird. Darunter befinden sich kunstgeschichtlich bedeutende Einzelstücke, die zum Großteil jeweils mit einzigartigen Geschichten verbunden sind. Zu dieser Privatsammlung kommen ausgesuchte Leihgaben von renommierten öffentlichen Sammlungen und Museen und von weiteren privaten Leihgebern. So können sich die Freunde der Kunst- und Kulturgeschichte schon jetzt auf eine ganz außergewöhnliche Ausstellung freuen.
Unter den Oberbegriffen „Idylle, Romantik, Nostalgie“ werden zahlreiche faszinierende Beispiele aus Kunst und Kunsthandwerk gezeigt. Es gibt eigene Ausstellungs-
abteilungen zu Goldschmiedekunst, Glaskunst, Porzellan, Elfenbein, Schmuck, und anderes mehr.
Zu den Kostbarkeiten aus Elfenbein gehört die Elfenbeinschnitzerei „Triumphzug Kaiser Maximilians“ nach Vorlagen von Albrecht Dürer. Auch ein Bronze-Wandbrunnen für die Hermesvilla von Kaiserin Sissi zählt zu den Exponaten der Ausstellung. Im Kabinett „pars pro toto Biedermeier“ sind idyllische Genrebilder von Carl Spitzweg zu sehen. Sein Gemälde „Das Plauderstündchen“ war bisher nur einmal bei der Jubiläumsausstellung 1887 in Prag zu sehen, kam dann in Adelsbesitz, ist kürzlich auf dem Kunstmarkt aufge-
taucht und wird nach der Ausstellung wieder in Privatbesitz zurück kehren. Im Kabinett „pars pro toto Historismus“ geht es um den bekannten Dichter Victor von Scheffel. Hinzu kommt ein Exkurs zu Carl Spitzweg und Victor von Scheffel und
deren Tätigkeit bei den „Fliegenden Blättern“ von 1844 bis 1852. Ein weiterer Bereich zeigt herausragende Raritäten und Kuriositäten.
Die Sonderausstellung wird nach ästhetischen Gesichtspunkten angelegt und in seiner Abfolge als Erlebnisbesuch gestaltet. Ein facettenreiches Führungsangebot sowie das vielseitige Begleit- und Rahmenprogramm machen den Besuch dieser bedeutenden Kunstausstellung zu einem besonderen Erlebnis. Mit einem umfangreichen Katalog lassen sich diese Eindrücke noch vertiefen. Attraktive Pauschalen sorgen für einen abwechslungsreichen Aufenthalt in der reizvollen Bodenseestadt.
Im zweiten Teil der Ausstellungs-Trilogie werden vom 27. November 2010 bis 27. März 2011 Kostbarkeiten aus kirchlichen Schatzkammern zu sehen sein; der dritte Teil widmet sich im Frühjahr/Sommer 2011 den Höhepunkten süddeutscher Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert.