Ulf Schneider, Violine
studierte in Hannover, New York und Berlin bei Jens Ellermann, Felix Galimir und Thomas Zehetmair. Weitere künstlerische Impulse von Hatto Beyerle, Nicolaus Harnoncourt, Sir Roger Norrington und Max Rostal bereicherten und prägten seine Studienzeit. Er war 1. Preisträger des Hochschulwettbewerbs in Berlin (1993) und wurde mit dem Kunstpreis der Stadt Kassel ausgezeichnet. 1991 gründete er das Trio Jean Paul, das bei den internationalen Kammermusikwettbewerben in Osaka (1993) und Melbourne (1995) sowie beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn (1995) jeweils mit ersten Preisen und zahlreichen Sonderpreisen ausgezeichnet wurde. Von 1996-1999 war er Mitglied des Zehetmair-Quartetts.
Ulf Schneider konzertiert weltweit mit dem Trio Jean Paul, im Duo mit dem Pianisten Stephan Imorde, mit dem Bartholdy-Quintett, und gemeinsam mit den SchauspielerInnen Fritzi Haberlandt, Sophie von Kessel, Martina Gedeck und Stefan Hunstein mit Lesungs-Konzert-Projekten.
Solistische Konzerte u.a. mit dem Württembergischen Kammerorchester, dem Beethoven-Orchester Bonn, dem Orchester Musikkolegium Winterthur, dem Orchestra I Pommerigi Musicali Milano.
Zahlreiche Rundfunk-und CD-Aufnahmen bei AVI, ARS MUSICI und ECM dokumentieren seine musikalischen Interessen und künstlerische Vielseitigkeit. Ulf Schneider fasziniert die Kammermusik in allen Formen. Ein besonderes Interesse für die historische Aufführungspraxis und der Kontakt und die Auseinandersetzung mit Komponisten und Kompositionen der Gegenwart bereichern zudem seine musikalischen Perspektiven.
2001 wurde er als Professor an die Hochschule für Musik und Theater in Hannover berufen.
Gustav Rivinius, Violoncello
begann sein Cellostudium im Alter von sechs Jahren bei Hermann Dirr in München. Später studierte er für viele Jahre bei Ulrich Voss, Claus Kanngiesser und danach bei David Geringas an der Juillard School in New York und zuletzt bei Heinrich Schiff in Basel, wo er sein Studium mit dem Solistendiplom abschloss.
Gustav Rivinius gewann zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe. 1990 erhielt er den 1. Preis und die Goldmedaille beim 9. Internationalen Tschaikowsky- Wettbewerb in Moskau. Dieser Auszeichnung, die zum ersten Mal einem deutschen Musiker verliehen wurde, folgten zahlreiche Konzertauftritte in bedeutenden Musikmetropolen in Europa, Japan und den USA. Gustav Rivinius widmet sich auch intensiv der Kammermusik. So ist er Gast bei vielen Musikfestivals, wie z.B. dem Schleswig-Holstein- Festival und dem Marlboro Music Festival in den USA, wo er u.a. mit Musikern wie Rudolf Serkin oder Mitgliedern des Guarneri- Quartetts musizierte. Inzwischen erschien seine erste CD mit Sonaten von Brahms, Boccherini und B.A. Zimmermann. 1993 nahm er sämtliche Beethoven Cellosonaten für den WDR in Köln auf. 1995 produzierte er das Cellokonzert von Ermanno Wolf-Ferrari und als nächstes wird das Cellokonzert von Berthold Goldschmidt bei Sony erscheinen.
Gustav Rivinius ist Professor für Violoncello an der Musikhochschule Saarbrücken.
Carmen Piazzini, Klavier
entstammt einer bekannten Künstlerfamilie in Buenos Aires, in deren Haus Persönlichkeiten wie Arrau, Backhaus, Gieseking, Rubinstein oder Toscanini ein- und ausgingen. Ihr aus Italien stammende Großvater, ein enger Freund Puccinis, hatte in Argentinien das renommierte Konservatorium „Thibaud-Piazzini“ gegründet. Carmen Piazzini selbst wurde bereits als Kind als talentierte Pianisstin entdeckt und unterrichtet. Schon mit 15 Jahren war sie eine weltweit gefeierte Pianistin, die mit einem ungewöhnlich großem Repertoire aufhorchen ließ. Nach der Übersiedlung nach Deutschland wurde sie von Hans Leygraf und Wilhelm Kempff über viele Jahre gefördert. Konzertsaal, Rundfunk, Fernsehen und Schallplatte belegen eine eindrucksvolle solistische Karriere mit einem breit gefächertem Repertoire, das von der Klassik bis zur zeitgenössischen Musik reicht. Sie hat über 50 CDs eingespielt, darunter Gesamtaufnahmen von Mozart (sämtliche Klaviersonaten und Klavierkonzerte), Haydn (alle Klaviersonaten), Beethovern (alle Klavierkonzerte) und Mendelssohn-Bartholdy (Lieder ohne Worte), auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Komponisten sowie etwas abseits der Klassik „Piazzini plays Piazolla“. Im Laufe der Jahre war sie auch immer mehr pädagogisch tätig, zuletzt als Professorin an der Musikhochschule Karlsruhe.