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Entwicklungskonzept Bahnhofsbereich „Seetorquerung"

 

Die Stadt Radolfzell wurde mit den im Bahnhofsbereich geplanten Maßnahmen in das Förderprogramm „Stadtumbau West" in 2008 zunächst mit einem Förderbetrag von 2 Mio. Euro aufgenommen.

 

Regierungspräsident Julian Württemberger bei seinem Besuch am 30.09.2008:

„Ihre Planungen zum Seezugang am Bahnhof haben mich sehr beeindruckt. Mit der Flächenfreigabe durch die Bahn hat die Stadt die einmalige Möglichkeit, die Stadtmitte unmittelbar zum See zu öffnen und eine attraktive Verbindung vom See über die Stadtmitte bis zum Schiesser-Areal zu gestalten. Das Land wird Sie im Rahmen seiner Möglichkeiten hierbei unterstützen."

 

Die Stadt Radolfzell möchte mit der Beseitigung der vordringlichsten Missstände im Dreiecksbereich Bahnhof-Empfangsgebäude, Uferanbindung und Güterhalle, mit den davor liegenden Gleisbereichen, beginnen.

Um die Realisierung nicht zusätzlich zu belasten, werden die Zielsetzungen, die auch durch die Mobilisierung privaten Kapitals erreicht werden können, herausgenommen.

Der dargestellte Abgrenzungsvorschlag des Fördergebiets reduziert sich somit auf die komplexesten Bereiche des Untersuchungsgebiets und eröffnet der Stadt voraussichtlich eine einmalige Chance in ihrer Stadtgeschichte.

Benachbarte Bereiche, die jetzt herausgenommen werden, können hierdurch einen Anschub erhalten.

 
 

Entwicklungskonzept (Oktober 2007)

 
 

Ziele im Fördergebiet

 

Aus den formulierten Missständen und Analysetatbeständen lassen sich folgende Ziele und Aufgaben für die Stadterneuerung und Stadtentwicklung Radolfzells ableiten:

 

  • Barrierefreie Bahnquerung, die den verschiedenen Nutzungsanforderungen gerecht wird (siehe auch Missstände)
  • Attraktive Zugänglichkeit an den See für die Bewohner und Touristen Radolfzells
  • Herstellen eines visuellen Seebezugs vom Marktplatz bzw. Münster und Seetorstraße (Fußgängerzone)
  • Stärkung einer urbanen Identität „Stadt am See“
  • Stärkung des Tourismus und der Innenstadt
  • Zusammenhängende Fuß- und Radwegesysteme zur Vernetzung der heute nicht verbundenen Stadtgebiete Herzen – Bahnflächen - Innenstadt -  Mettnau
  • Bahnhofsbereich als Dreh- und Angelpunkt der vielfältigen Wegebeziehungen
  • Konfliktfreier, verkehrsberuhigter und neu gestalteter Bahnhofsplatz mit Aufenthaltsqualität
  • Brachliegende und suboptimal genutzte Flächen im Bereich der Güterhalle wieder einer neuen Nutzung zuzuführen
  • Erhalt und Wiedernutzung der Güterhalle
  • Stärkung der Wegeverbindung Tagungs-, Kultur- und Messezentrum Milchwerk (TKM), Werksverkäufe, Innenstadt, Bahnhof und See
  • Konfliktfreie und ausreichende Abstellmöglichkeiten für Fahrräder

 

Ziel der Stadt Radolfzell ist es, den zwischen der Altstadt und der Uferpromenade gelegenen, teilweise un- und inadäquat genutzten Brachbereich für die Entwicklung der Innenstadt nutzbar zu machen und der Stadt einer ihrer Lagegunst angemessenes Erscheinungsbild/ Stadtbild - von der Seeseite zu verleihen.

 

Zusammengebunden wird dieses neue Stadtentwicklungsgebiet durch eine neu gestaltete Fußwegeverbindung von der Lohmühlenstraße bis zur Bahnhofstraße, in die auch ein Nebenweg des Bodenseeradwegs integriert werden kann.

 

Die Stadtpromenade fungiert darüber hinaus als wichtiges, übergeordnetes Bindeglied zwischen Herzengelände und Mettnau.

 
 

Maßnahmen im Fördergebiet durch die Stadt

 

Folgende Maßnahmen werden mit höchster Priorität wahrgenommen:

 

  • Rückbau der Gleisanlagen
  • Erwerb von aufgelassenen, bzw. sich in der Endwidmung befindlichen Bahnflächen der Deutschen Bahn-Gesellschaften und aurelis
  • Gestaltung der Fußwegeverbindung vor der Güterhalle, Parkpalette und bestehenden Bike and Ride-Anlage bis zum Bahnhof
  • Gestaltung eines Stadtplatzes mit Seebezug
  • Neuordnung und Neugestaltung des Bahnhofbereichs und des Bahnhofplatzes
  • Herstellen von barrierefreien Zugängen zu den Bahnsteigen
  • Herstellen von Bike and Ride-Anlagen
  • Neuanlage von übergeordneten Fuß- und Radwegeverbindungen
  • Funktionsangepasster Rückbau des Empfangsgebäudes
  • Unterquerung der Bahnlinie durch die angemessene Herstellung einer Erschließungsanlage mit barrierefreien Zugängen
  • Rücknahme von pflanzlichen Überwucherungen
  • Rückbau von Gebäuden parallel zur Uferlinie (Aufheben der Sichteinschränkung)
  • Neugestaltung der Uferbereiche
  • Anschlüsse zu den bestehenden Uferwegen

 
 

Maßnahmen im Fördergebiet von Privater Seite

 
  • Sanierung und Umnutzung der historischen Güterhalle für kulturelle und gewerbliche Nutzer durch einen (eventuell mit Ergänzung durch eine Markthalle) Investor.
 
 

Maßnahmen im Fördergebiet ohne Zuwendung

 
  • Anlage eines neuen Fußgängerstegs (Stadtsteg) in Fortsetzung der Lohmühlenstraße bis an den Uferbereich
  • Baumaßnahmen als Ersatz für das Bahnhofs-Empfangsgebäude-Ost.
 
 

Freiraumgestaltung und Baumaßnahmen (Oktober 2007)

 

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