Das Fest der Hausherren in Radolfzell am Bodensee
Seit dem 9. Jahrhundert stehen die Stadt Radolfzell und Ihre Bürger unter dem Schutz der „Hausherren", deren Fest alljährlich am dritten Juli-Sonntag als eine Art „Nationalfeiertag" begangen wird.
Nicht nur für die Stadt und ihre Bürger sondern auch für viele Freunde der Stadt und die gesamte Umgebung ist das Wochenende Anlass, sich von Geschichte, Tradition und der festlichen Stimmung einfangen zu lassen.
Noch im 18. und 19. Jahrhundert pilgerten ganze Gemeinden aus dem süddeutschen Raum zu den Radolfzeller Hausherren, um Hilfe von Ihnen zu erbitten.
Die Reliquien der Hausherren wurden von dem Gründer der Stadt, Bischof Radolf von Verona im Jahre 830 in die noch junge Siedlung gebracht. Radolf lebte in der Blütezeit der Reliquienverehrung. Ein venezianischer Freund, so die Chronik des Klosters Reichenau, vermittelte ihm für das Kloster auf der Insel die Reliquien des Evangelisten Markus. Vom Kloster Nonantuloa bei Treviso erhielt er Teile der Reliquien der Martyrer St. Theopont und St. Senesius. Im Jahre 1052 kamen die Reliquien des heiligen Bischofs Zeno in die Stadt. Damit begann im 9. Jahrhundert die Entwicklung zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte des gesamten Bodenseegebietes.