Im April 1525 vereinigten sich die Hegauer Bauern mit denen aus dem Schwarzwald, aus dem Klettgau und der Baar, besetzten die Städte Engen und Aach und begannen mit der Erschließung Radolfzells. Von April bis Juni 1525 beherrschten die auf rund 10 000 Mann angewachsenen aufständischen Bauern die Szenen, wenn auch die Besatzungen der Städte Stockach und Radolfzell ab und zu ausbrachen und einige Dörfer anzündeten.
Die Belagerung der Stadt Radolfzell durch die Bauern erreichte Ende Mai 1525 ihren Höhepunkt. Der Mut der Verteidiger und die Hilfe der Truppen des Schwäbischen Bundes retteten jedoch die Stadt. In zwei Gefechten bei Steißlingen und bei Hilzingen, wo der Krieg im Hegau 9 Monate zuvor begonnen hatte, wurden die Bauern geschlagen und zur bedingungslosen Kapitulation gezwungen. Die Gemeinden Böhringen und Überlingen am Ried, die sich den aufrührerischen Bauern angeschlossen und sich an der Belagerung von Radolfzell beteiligt hatten, mußten den Radolfzellern als Entschädigung einige Wälder überlassen.