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9. Jahrhundert - Gründung der Cella Ratoldi

 
 
 

"Es war eine überaus schöne Stelle, vom Kloster Reichenau 2 Meilen entfernt, jenseits des Sees gegen Nordwesten, mit Fischerhütten besetzt, sonst aber zu keinem Anbau geeignet. Diesen Platz begann Ratoldus herrichten zu lassen, mit Häusern sowie mit einer Kirche zur Ehre Gottes zu bebauen und diese Zellenanlagen mit seinem Namen zu benennen, wie es bis heute der Fall ist. Nachdem er sie noch mit vielerlei Schmuck geziert und alles nach seinem Herzenswunsch vollbracht hatte, kehrte er wieder an seinen Bischofssitz Verona zurück."

 
 

Mit diesen Worten schildert ein unbekannter Reichenauer Chronist die Gründung der "Cella Ratoldi" am Nordwestende des Untersees auf dem Grund und Boden des Klosters Reichenau. Dies geschah um das Jahr 826. Nachdem er, alt geworden im Dienste des Reiches und der Kirche, 840 auf sein Bistum Verona verzichtet hatte, kehrte Radolf endgültig an die gesegnete Gestade des Bodensees zurück, um hier seinen Lebensabend zu verbringen. 7 Jahre danach ist er in der von ihm gegründeten und nach ihm benannten Zelle gestorben.

 
 

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