Stadtmuseum in der alten Stadtapotheke
Zangerer und und seine Frau Maria Franziska.
1689 erwarb der Radolfzeller Apotheker Johann Franz Zangerer eine Hofstätte, die auf Fundamenten aus dem 12. Jahrhundert basiert, um darauf eine Apotheke zu erstellen. Die damit begonnene Tradition dauerte bis 1998. In dem markanten Gebäude mit seinem zweigeschossigen Erker erhielt im Sommer 2006 das Stadtmuseum Radolfzell ein neues Domizil.
Größtes Exponat des Museums ist das Gebäude der Stadtapotheke selbst. Im Innern werden viele Fenster in die Geschichte des Hauses geöffnet, die einen Einblick bis zurück ins 12. Jh. ermöglichen. Zu den Besonderheiten des Hauses zählt der Verkaufsraum der ehemaligen Apotheke (Officin) aus der Biedermeierzeit um 1834 mit einer Einrichtung aus Kirschbaumholz und kostbaren Apothekengläsern aus Böhmen und Buchsbaumgefäßen. Die Pharmaziegeschichte des Hauses ist an verschiedenen Stellen verdeutlicht. Die Geschichte der Stadt Radolfzell wird in speziellen Themeninseln abgehandelt. Ein hochkarätiger Bestand von Werken des Malers Carl Spitzweg (1808 -1885) ist in einem stilvollen Kabinett ausgestellt. Die Erinnerung an den Dichter und Radolfzeller Ehrenbürger Joseph Victor von Scheffel (1826-1886) wird in einem gesonderten Ausstellungsraum wachgehalten. Wechselnde Sonderausstellungen und ein reichhaltiges museumspädagogisches Programm runden das Angebot des Stadtmuseums ab.