Das Münster Unserer Lieben Frau
Um das Jahr 826 hatte Bischof Radolf von Verona in unmittelbarer Nachbarschaft einer schon bestehenden Siedlung eine Kirche sowie Wohnungen für Kleriker errichten lassen. Sein Gotteshaus stattete er mit Reliquien der in Kleinasien beheimateten Märtyrer Theopontus und Senesius aus. In dieses Gotteshaus gelangten zudem Gebeine St. Zenos, eines Vorgängers von Radolf auf dem Veroneser Bischofsstuhl.
Die Verehrung der Radolfzeller "Hausherren" (Stadtpatrone) Theopont, Senesius und Zeno führte dazu, dass sich Radolfzell zu einem bedeutenden Wallfahrtsort am Bodensee entwickelte. Noch heute ist das "Hausherrenfest" um den 3. Julisonntag ein bedeutendes kirchliches und kulturelles Ereignis in der Stadt, das alljährlich viele Besucher anzieht.Der jetzige spätgotische Bau löste wahrscheinlich eine spätromanische Basilika ab.Im Jahre 1903 wurde die alte Turmkuppel mit der Wohnung des "Hochwächters" durch eine neugotische Pyramide mit vier Ecktürmchen ersetzt.